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Der Museumsverein

Ankäufe des Städtischen Museum Abteiberg mit Unterstützung des Museumsvereins



1896....1898....1901....1902....1903....1904....1905....1906....1907

1908....1909....1910....1911....1922....1924....1926....1927....1928

1930....1933....1934....1936....1937....1944....1945....1947....1951

1954....1963....1964....1967....1968....1969....1971....1972....1976

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1995....1996....1998....1999....2000....2001....2002....2003....2004

2005....2006....2007....2008....2009....2010....2011


Die Geschichte des Museumsvereins Mönchengladbach und des Städtischen Museums

Das Jubiläumsfest 2002 gab Anlass, zurück zu blicken auf die Anfänge von Museum und Verein. Eine Chronik in dieser komprimierten Form existierte bisher nicht - sieht man ab von den Ansätzen, die der damalige Vorsitzende Wolfgang Wedershoven vor 10 Jahren unternahm, um die Bedeutung des Bürger-Engagements für das kulturelle Leben hervorzuheben.

Das neuerliche Sichten des Archiv-Materials bestätigte Altbekanntes, brachte aber auch Überraschendes zu Tage. Wer etwa glaubt, die leidige Frage nach Besucherzahlen sei eine Plage der Neuzeit, der irrt. Von Beginn an werden in den Verwaltungsberichten die Zahlen der Museumsbesucher und Vereinsmitglieder akribisch aufgeführt. Selbstverständlich werden auch die Finanzen dargelegt; Schenkungen, private Stifter und Förderer namentlich benannt.

Ein Thema kristallisierte sich jedoch rasch und in unvermuteter Deutlichkeit als das zentrale Thema heraus: Die Geschichte von Museum und Verein ist von Anfang an nicht nur eine Kunst-, sondern immer auch eine Bau-Geschichte gewesen. Das gemeinsame beharrliche Ringen um angemessene Räumlichkeiten für das Museum zieht sich durch die Historie wie ein Leitmotiv. Diesen roten Faden greift die kleine - selektive und sicherlich unvollständige - Chronik nur zu gerne auf, ist er doch unvermindert aktuell und vor allem auch zukunftsweisend. Die Vergangenheit von Museum und Verein bestätigt geradezu zwingend, dass auch künftig ein weiteres großes Ziel gemeinsam verfolgt werden muss: die Realisierung des 2. Bauabschnittes.

Quellen der kursiv gesetzten Zitate sind in erster Linie die Verwaltungsberichte sowie das Nachrichten-Blatt für rheinische Heimatpflege. Besonderer Dank gilt dem Stadtarchiv für die freundliche Unterstützung.

Damit die Kunst selbst nicht ganz zu kurz kommt, folgt im Anschluss an Geschichte, Zahlen und Kurioses eine kommentarlose Auflistung der mehr als 200 Ausstellungen, die in 20 Jahren Museum Abteiberg gezeigt wurden - gleichsam stellvertretend für die komplexen Aktivitäten im Bemühen um die zeitgenössische Kunst, die stichwortartig Revue passieren.

Dr. Hannelore Kersting
Oberkustodin und stellv. Museumsdirektorin



1896

Eine Ansammlung lokalhistorischer Objekte findet erste Erwähnung und schon zeichnet sich das zentrale Problem der kommenden Generationen ab: "Für die Unterbringung der Sammlung ist einstweilen ein Zimmer im Abteigebäude hergerichtet. Bei weiterer Ausdehnung ist jedoch die Schaffung größerer Unterkunftsräume ein Bedürfnis."

1898
Es fehlt weiterhin an den "nothwendigen Räumlichkeiten."

1901

Das eigentliche Gründungsjahr des Museums. Es ist "mit dem systematischen Ordnen und dem Katalogisiren der bisher gesammelten Gegenstände begonnen worden" (durch Gymnasialdirektor Dr. Meyer). "Die Verwaltung der das Museum betreffenden Angelegenheiten liegt in den Händen einer neu errichteten Museums-Commission."

1902

Gründung des Museumsvereins "zur Hebung des Verständnisses der Bürgerschaft zur Hebung des Verständnisses der Bürgerschaft für die Geschichte der engeren Heimat und zur Förderung der auf die Vergrößerung und Vervollständigung des städtischen Museums gerichteten Bestrebungen." Erster Vorsitzender: OB a.D. Viktor Kaifer. 40 Mitglieder.
Das Protokoll der Stadtverordnetenversammlung verzeichnet folgenden Beschluss:




1903
Drei ehrenamtliche Konservatoren werden ernannt: die Gymnasialoberlehrer Prof. Dr. Stender (kunstgewerbl. und ethnographische Sammlung) und Dr. Schurz (geschichtl. Abteilung), sowie Oberrealschuloberlehrer Dr. Brockmeier (naturwissenschaftl. Abteilung).
"Dem unermüdlichen Werben der Konservatoren (…) sowie der Stammmitglieder des Museumsvereins ist es zu verdanken, daß dem Vereine 166 neue Mitglieder zugeführt wurden."
An Sonn- und Feiertagen ist die Besichtigung der Sammlungen im Rathaus unentgeltlich und "der Besuch war ein derart reger, daß sich die zur Verfügung gestellten Räume, insbesondere auch infolge des außerordentlichen Zuwachses an Geschenken nicht mehr als ausreichend erwiesen."

1904
Wird heute als Gründungsjahr des Museums genannt. Grund dafür ist bezeichnender Weise der Umzug in ein eigenes Gebäude. Die ehemalige Schule am Abteiberg (Fliescherberg) erlaubt von nun an eine ständige Ausstellung der freien und angewandten Künste. Die Museumskommission wird um ein Mitglied erweitert: der Lehrer und Maler Hubert Oellers betreut bis 1908 die Kunstausstellungen.
Für "Aufsicht usw. wurde ein Museumsdiener eingestellt."
Die 1. Ausstellung war Max Roeder gewidmet, und auch die Museumspädagogik nahm ihren Anfang: "Um namentlich der Arbeiterbevölkerung die Schätze des Museums besser nutzbar machen zu können, finden seit Januar monatlich unentgeltliche Führungen statt."
Sonntags ist der Eintritt frei. Der MV verzeichnet 200 neue Mitglieder.

1905

"Konnte im vorjährigen Berichte über die Räumlichkeiten des städtischen Museums noch ein günstiges Urteil gefällt werden, so ist dies gegenwärtig nicht mehr möglich. In allen Abteilungen gebricht es an Platz und ein große Menge von Schaugegenständen mußte anderweitig untergebracht werden."
Eine Art Vorläufer der Jahresgaben wird angeboten: "Der Kunstverein für Rheinland und Westfalen veranstaltete die erste der neu eingeführten Wanderausstellungen seiner Verlosungsankäufe in den Räumen des städtischen Museums. Die Ausstellung bestand aus 60 Bildern und 10 plastischen Arbeiten."
Im Museum setzen sich immer mehr "Monatsausstellungen" durch - monatlich wechselnde Sonderausstellungen, die über Jahrzehnte hinweg beibehalten werden.

1906

"Durch Schenkung und Kauf erhielten die Sammlungen neuen Zuwachs. Einer umfangreicheren Vermehrung sind jedoch durch die Unzulänglichkeiten der Ausstellungsräume leider enge Grenzen gesetzt."

1907

Nach dem Tod Dr. Stenders übernimmt Carl Schurz "die Leitung des Museums mit dem Titel Museumsdirektor" bis 1933.
"Die Unzulänglichkeit der Ausstellungsräume tritt immer stärker in Erscheinung."

1908
Der Verwaltungsbericht verzeichnet erstmals eine Versicherung der Museumsgegenstände gegen Einbruchsdiebstahl.
Zwar wurden die naturwissenschaftl. und ethnographische Sammlung ausgelagert in das Obergeschoss der Markthalle, aber trotzdem "macht sich die Unzulänglichkeit der Ausstellungsräume (…) im Museum am Fliescherberge immer noch und zwar fortschreitend immer mehr fühlbar. Es mußte vorab ein großer Teil des Bestandes magaziniert bleiben; jede Neuerwerbung aber bedingt die weitere Lagerung eines bis dahin ausgestellten Schaustückes, soll, was füglich notwendig ist, vermieden werden, daß die ausgestellten Gegenstände im allzu-engen Nebeneinander sich in ihrer Wirkung auf das Auge des Beschauers allzusehr beeinträchtigen."
Dennoch wuchs die Sammlung ständig. "Dankend sei auch hervorgehoben, daß außer dem Museumsverein andere Vereine sich um die Bereicherung der Sammlung verdient machten. So schenkte der Gladbacher Verein gegen Mißbrauch geistiger Getränke 10 Modelle zur Veranschaulichung gesunder wie kranker innerer Organe des Menschen." (Nicht erhalten - manchmal kann ein natürlicher Schwund eben auch ein Glücksfall sein.)

1909

Die räumlichen Kapazitäten sind erschöpft. Ankäufe aus Mitteln des Museumsvereins müssen die Platzfrage berücksichtigen. Verschiedene Gebäude werden in den Vorkriegsjahren vergeblich für das Museum in Erwägung gezogen: Amtsgerichtsgebäude, Albertusschule, Bahnhof Bökel, Reichsbankgebäude.

1910
Das Museum meldet die stolze und in der Zeit wohl auch einmalige "Gesamtbesuchszahl" von 20.400 (!). "Die Höchstbesuchszahl war am Verkehrs- und Blumentage und betrug rund 2000."
Die Mitgliederzahl des Museumsvereins ist leicht rückläufig. Sie beträgt 568 (gegenüber 574 im Vorjahr).
Exkursionen nehmen ihren Anfang: der Museumsverein verzeichnet eine "Studienfahrt nach Aachen, an der 40 Damen und Herren teilnahmen."

1911

Die Stadt plant den Neubau eines Museums. Der 1. Weltkrieg vereitelt dies.

1920

Nach dem Krieg versucht der MV, sich über Wasser zu halten. Die Mitgliederzahl beträgt noch 353. Die Weihnachtsverlosung wird wieder aufgenommen.

1922

Dr. Walter Kaesbachstiftet Mönchengladbach eine umfangreiche Sammlung expressionistischer Kunst. Es gründet sich ein Kunstverein zur Betreuung dieser wegweisenden Stiftung.

1924

Oskar Kühlen, Vorstandsmitglied des Kunstvereins der Kaesbach-Stiftung vermacht der Stadt sein Wohnhaus in der Bismarckstraße 97. Trotz der unternommenen Anstrengungen kann der Museumsvereins die Folgen des Krieges nicht verkraften. Er stellt vorübergehend Aktivitäten und Beitragszahlungen ein.

1926

Karl Brandts stiftet testamentarisch sein Haus in der Kaiserstraße 47, das bis zur Zerstörung 1944 für die Kunstsammlung und anfangs auch für die naturwissenschaftl. Sammlung genutzt wird.
Im Februar werden die Monatsausstellungen des Museums wieder aufgenommen. Sie "gaben Anlass, den Museumsverein, dessen Bedeutung für das Museum nicht hoch genug angeschlagen werden kann, wieder erstehen zu lassen."
Am 6. Juni eröffnet das Museum die neuen Räume im Karl-Brandts-Haus.
"Der Verein wurde wie-der zu neuem Leben erweckt. Die Zahl der Mitglieder beträgt 220."
Am 1. Sonntag eines Monats ist der Eintritt frei.




1927
"Der Museumsverein zählte 272 Mitglieder (…). - Da 292 Lose für die Weihnachtsverlosung unter den Mitgliedern verkauft wurden, die eine Einnahme von 744 M. erbrachten, konnte die Verlosung am 21. Dezember stattfinden. 29 Gewinne waren eingesetzt; ihr Kaufpreis schwankte zwischen 300 bis 15 Mark. Der Gesamtwert der Gewinne entsprach der Einnahme, sodass der Verein keinen materiellen Gewinn erzielte."

1928

Dr. Walter Kaesbach hatte seine Sammlung, die von Anfang 1922 bis Ende 1925 eher provisorisch ausgestellt war, vorübergehend dem Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld überlassen - nicht zuletzt aus Verärgerung darüber, dass die Stadt keine geeigneten Räume zur Verfügung stellte. Die Sammlung Kaesbach zieht nun in das Karl-Brandts-Haus in der Kaiserstraße.
Das Karl-Brandts-Haus beherbergt zudem die Vor- und Frühgeschichtliche- sowie die Naturhistorische-Sammlung. In der Oskar-Kühlen-Stiftung ist die Sammlung für Kunst und Gewerbe untergebracht. Hier finden auch die -Monatsausstellungen statt.
"An der Weihnachtsverlosung beteiligten sich 61 Mitglieder mit 201 Losen."

1930

"Die Zahl der Mitglieder verringerte sich leider nicht unerheblich. Eine Weihnachtsverlosung kam nicht zustande."

1933

Carl Schurz tritt von seinem Amt als Museumsdirektor zurück. Sein Nachfolger wird der Archivar Julius Koenzgen.
"Seit jeher verursachte die Raumfrage viele Schwierigkeiten. Wenn auch durch die hochherzigen Schenkungen zweier M.Gladbacher Bürger - Oskar Kühlen und Reinhold Brandts - bereits vor Jahren eine wesentliche Besserung eingetreten war, so blieb die Frage immer noch unzulänglich gelöst."

1934

Das Karl-Brandts-Haus wird nun zum "Haus der Kunst", in dem die Kunst- und Kunstgewerbe-Sammlungen, die bisher auf 2 Häuser verteilt waren, vereint werden. Die Wechselausstellungen werden hier fortgesetzt. Das Oskar-Kühlen-Haus wird zum "Haus der Heimat" für Heimatpflege und Familien-forschung.

1936

Der Verwaltungsbericht verzeichnet, dass erstmalig eine durchgreifende, alle Gegenstände umfassende Inventarisierung in Angriff genommen wurde.

1937
Die Sammlung Kaesbach wird im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst" beschlagnahmt.
Der Verwaltungsbericht 1937/38 meldet, dass die Bestandsaufnahme abgeschlossen ist. "Durch die Veräußerung und Entfernung wesenfremder Bestände wird jetzt noch der Schlußstrich unter eine frühere systemlose Entwicklung gezogen werden müssen. Damit wird endgültig der Weg für das geplante Aufbauwerk auf dem Gebiete der Volksbildung, Kunst und Heimatpflege frei werden."

1944

Teile des Museumsbestandes werden kurz vor Kriegsende evakuiert. Ein Teil der Möbel wird u.a. im Turm des Münsters gelagert. Ein Teil der Kunstsammlung wird zu dem Schloss Alme bei Brilon sowie zu den Schlössern Niesen und Borlinghausen, beide bei Scherfede (Sauerland) gebracht. "...die Gräfin V. servierte auf Zureden des Dr. Willkes eine Kartoffelsuppe" (Willkes war Kunstschutzbeauftragter des Provinzialkonservators der Rheinprovinz).

1945
Julius Koenzgen scheidet aus dem Amt des Museumsdirektors. Heinrich Dattenberg wird erster hauptamtlicher Direktor des Museums und versucht als Erstes, die durch den Krieg zerstreute Sammlung wieder zusammenzusuchen. Die Museumsräume sind zerstört oder anderweitig belegt. Noch nicht einmal eine sachgerechte Magazinierung der Bestände ist möglich, aber: die Ausstellungstätigkeit geht weiter - u.a. in der Mozartstraße 14. Die Rheinische Post schreibt am 29.5.1946: "Die Schaffung weiterer Ausstellungsräume für ständige und Wechselausstellungen bleibt eine der vordringlichsten Aufgaben."

1947

Das Museum zieht in das frühere "Haus der Heimat"auf der Bismarckstraße 97, wo es bis 1981 bleiben wird.

1951

Der Museumsverein zählt gerade noch 17 Mitglieder.

1954

"Wiederbelebung"des Museumsvereins unter Schirmherrschaft des späteren Ministerpräsidenten Dr. Franz Meyers.

1963
Der Stadtrat beschließt einen Museumsneubau und beauftragt den Essener Architekten Horst Loy.

1964

Der Wiederaufbau der Kaiser-Friedrich-Halle, die durch einen Brand zerstört wurde, macht die Neubaupläne des Museums zunichte.

1967

Heinrich Dattenberg scheidet aus dem Amt des Museumsdirektors. Sein Nachfolger wird Johannes Cladders.
Mit der legendären Ausstellung von Joseph Beuys (13.9. - 29.10.67) leitet Johannes Cladders seine Zeit als Museumsdirektor ein.
2679 Ausstellungsbesucher rechnete die Rheinische Post am 30.10.67 ihren Lesern vor. Davon kamen 600 (!) zur Eröffnung. Und auch diese Meldung kommt uns heute bekannt vor: in den Amtlichen Mönchengladbacher Mit-teilungen (Nr.27, 20.9.67) stand über die Besucher der Eröffnung: "Der weitaus größere Teil von ihnen kam nicht aus Mönchengladbach. Es handelt sich um Kunstfreunde, Sammler, Kritiker, Galeristen aus Deutschland und dem benachbarten Ausland."

1968
Ankauf des berühmten Werkes "Mann, am Tisch sitzend" von George Segal, das eines der meist reproduzierten Werke der Sammlung ist, übertroffen lediglich von Jawlenskys "Dame mit blauem Hut".

1969

Durch den Vorsitzenden Carl Freyberger und J. Cladders verstärkte Aktivitäten und Erweiterung des Vorstands um 27 (!) Mitglieder.
(D. Bürkel, R. Breymann, B. Diekamp, H. Döhmen, L. Eschen, I. Fastenrath, C. L. Gros, H. Hansen, K. Heinemann, R. Hoffmann, M. Jülicher, J. Klos, F. Konsten, P. Köster, Ä. Maaßen, K. D. Neumann, E. Nitsche, E. Pieper, V. Spoo, H. Oberlack, K. Strahl, F. Stürtzbecher, W. Tjadin, W. Wachtendonk, D. Weise, R. Wlaschek, M. Wulf)

Karl Heinemann übernimmt den Vorsitz. In seiner Amtszeit steigert sich die Zahl der Mitglieder des MV von 160 auf 900 Mitglieder.

Am 21.5. kommentiert die Westdeutsche Zeitung eine Exkursion des Museumsvereins nach Krefeld: "In Krefeld kursiert das Scherzwort: Bevor ein neuer Arzt seine Approbation einholt, tritt er in den Museumsverein ein. Der Museumsverein in unserer Nachbarstadt ist weitgehend eine gesellschaftliche Angelegenheit. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß ihm 700 Bürger angehören. Der Mönchengladbacher Museumsverein zählt dagegen auf dem Papier 160 Mitglieder. Davon unternahmen 26 Aktive (…) eine Fahrt nach Krefeld."







Foto: Albert Weber



1970

3.10. Übergabe der Sammlung Etzold als Dauerleihgabe
4.12. Museumsfest



Ulrich Rückriem und Johannes Cladders



Rolf und Erika Hoffmann


1971

17.9. Museumsfest (Hommage à "Dame mit blauem Hut")
 
1972

Planungsbeginn für den Neubau auf dem Abteiberg, Architekt ist Hans Hollein aus Wien.
Einführung der Jahresgaben durch den Vorsitzenden Karl Heinemann
Die 1. Jahresgabe war "5 Ansichten eines Kalksilos in Duisburg-Ruhrort", ein Offsetdruck von Bernd und Hilla Becher. Die Nr. 2 der Jahresgaben war das berühmte "Objekt zum Schmieren und Drehen" von Joseph Beuys - damals erhältlich für 110,00 DM.
Im Laufe von 30 Jahren wurden den Mitgliedern des Museumsvereins insgesamt 165 Editionen von 112 Künstlerinnen und Künstlern angeboten.
Lediglich in 2 Jahren: 1977 und 1979 sind keine Jahresgaben erschienen.

1976

1. Spatenstich auf dem Abteiberg (29.11.76)
 
1977

Ausstellung in der Bismarckstraße:
Museumsneubau Abteiberg
Grundsteinlegung (26.8.77)

1978

Museumsfest (23.6.78)

Die Ausstellung von Jannis Kounellis (11.5.-11.6.78) ist die letzte des Museums in der Bismarckstraße
Richtfest auf dem Abteiberg (1.9.78)

1982

23.6. Eröffnung des Museums Abteiberg

Rolf Hoffmann wird Vorsitzender des Museumsvereins. Er gründet den Förderkreis, der heute über 50 Mitglieder zählt.

1985

Dr. Johannes Cladders scheidet aus eigenem Wunsch vorzeitig aus dem Amt des Museumsdirektors. Dierk Stemmler wird neuer Direktor des Städtischen Museums Abteiberg.

1988

Die Informationen für Mitglieder erscheinen ab jetzt alle 2 Monate in Heftform.

1989

Wolfgang Wedershoven übernimmt den Vorsitz des Museumsvereins.
Der Museumsverein beteiligt sich mit 125.000 DM am Ankauf eines der 6 Bilder des Biennale-Zyklus von Sigmar Polke, die nach und nach alle für den Bestand erworben wurden.

1992

Jubiläumsfest "10 Jahre Museum Abteiberg"



W.Wedershov, Berni Etzold und
Bürgermeister Segschneider, Foto: Udo Dewies


Der MV erreicht mit über 2200 Mitgliedern den bisher höchsten Stand. Nach 1983, 1986 und 1987 gibt der MV zum 4. Male eine Jahresgabe von Sigmar Polke heraus.

1993

Hans Dieter Jakubowski übernimmt den Vorsitz des Museumsvereins.

1994
Museumsdirektor Dr. Dierk Stemmler scheidet auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Amt. Dr. Hannelore Kerstin übernimmt die kommisarische Leitung des Museum Abteiberg.

1995
Dr. Veit Loers wird neuer Direktor des Städtischen Museum Abteiberg.

1996

Am 6.3. Hans Hollein erhält den Auftrag für einen Vorentwurf des 2. Bauabschnitts

1998

7.12. Der Vorentwurf wird akzeptiert und eine Fortsetzung der Planung wird beschlossen.



Modellansicht des 2. Bauabschnittes,Blick Hindeburgstraße

1999
Abriss der benachbarten Häuser in der Abteistraße im Bereich des geplanten Erweiterungsbaus. Platzierung des Stabiles von Alexander Calder, dass ursprünglich vor dem durch Abriss bedrohten Mönchengladbacher Stadttheaters stand.

2000

Aktion von Jonathan Meese im Rahmen der Ausstellung "Wounded Time" und der Heiligtumsfahrt der Katholischen Hauptpfarre.

2001

Erwerbung eines großen Werkkomplexes von Dieter Roth.

2002

Abriss des Garagenhofes Abteistraße / Ecke Krichelstraße. Dies ermöglicht einen direkten Durchblick von der Hindenburgstraße zum geplanten neuen Haupteingang. Heute ist der Platz mit einer Arbeit von Thomas Rentmeister gestaltet.
Im selben Jahr wird der Abteigarten unterhalb des Museums als Skulpturengarten eröffnet.

2003

Nach dem Auslaufen seines Vertrags verlässt Veit Loers das Städtische Museum Abteiberg.
Dr. Hannelore Kersting übernimmt erneut die komissarische Leitung.

2004
Susanne Titz wird neue Direktorin des Städtischen Museum Abteiberg. Sie war vorher künstlerische und wissenschaftliche Leiterin des Neuen Aachener Kunstvereins.

2005
Dr. Norbert Frenz und Ingeborg Wallnig werden auf der Mitgliederversammlung vom 12. April zu neuen Vorsitzenden des Museumsvereins gewählt. Sie lösen Prof. Dr. Jakubowski und Doris Christmann ab, die beide in den Beirat des Museumsvereins wechseln.

2006
Das Museum Abteiberg wird zur Instandsetzung baulicher Mängel für ein Jahr geschlossen. In der Zwischenzeit wird das Foyer des ehemaligen Mönchengladbacher Stadttheaters als "Museum X" für Ausstellungszwecke und Veranstaltungen genutzt. Das Büro des Museumsvereins und die Verwaltung des Museum Abteiberg ziehen in die gegenüberliegenede Villa Schiedges.

2007
Das Museum Abteiberg wird am 4. November mit einer Neupräsentation der Sammlung wiedereröffnet. Klimaanlage und Haustechnik wurden ebenso erneuert, wie die Fassade, deren empfindlicher Sandstein durch klimatisch widerstandsfähigeren Granit in annähernd der ursprünglichen Farbe ersetzt wurde.
Der lange Zeit vergriffene Bestandskatalog für die Kunst der 2. Haälfte des 20. Jahrhunderts in der Sammlung des Museum Abteiberg wird durch einen gründlich überarbeiteten und erweiterten Neuauflage publiziert. Einen Großteil der Kosten übernahm der Museumsverein.
Auf der Mitgliederversammlung vom 24. April wurde Dr. Karl Porzelt zum neuen 1. Vorsitzenden des Museumsvereins gewählt und löst damit Dr. Norbert Frenz ab.

2008
Am 6. Februar verstarb Sabine Fehlemann. Sie war von 1977 bis 1985 als Kustodin am Städtischen Museum Mönchengladbach/Museum Abteiberg tätig. 1984 erhielt sie den Ruf als neue Museumsdirekorin an das Wuppertaler Von der Heydt Museum an dem sie von 1985 bis 2006 tätig war.
Das Büro des Museumsvereins zieht wieder aus der Villa Schiedges in den Verwaltungsturm des Museum Abteiberg und teilt sich nun den Raum mit dem Archiv des Museums.

2009
Am 6. Februar verstarb Johannes Cladders. Ihm zu Ehren fand am 17. Mai im Rahmen des internationalen Museumstags ein Symposium statt, an dem u.a. Isi Fiszman, Walter Grasskamp, Erika Hoffmann-Koenige, Jean-Baptiste Joly,Kasper König, Dierk Stemmler teilnahmen.
Auf der Mitgliederversammlung vom 28. April wird Dr. Matthias Neuhausen an Stelle von Dr. Ralf Seidel in den Vorstand des Museumsvereins gewählt.

2010
Auf der Mitgliederversammlung vom 27. April 2010 wurde Professor Rainer Wallnig zum 1. Vorsitzenden des Museumsvereins gewählt und ersetzt somit Dr. Karl Porzelt, der nun die ausgeschiedene Ingeborg Wallnig als stellvertretender Vorsitzender ersetzt. Ulla Driescher wurde an die Stelle von Thomas W. Kuhn in den Vorstand gewählt. Unverändert bleiben Dr. Matthias Neuhausen und Susanne Titz - als Direktorin des Museums geborenes Mitglied - im Vorstand.
Auch der Beirat wurde neu gewählt, seine Mitglieder sind Lieselotte Böhme (neu), Dr. Carsten Christmann, Ulrike Engelke M.A., Dr. Klaus Gronen (neu), Uwe Hillekamp (neu), Helene Hormes, Prof. Dr. Hans Dieter Jakubowski, Thomas W. Kuhn (aus dem Vorstand in den Beirat gewechselt) und Eugen Viehof.
Aus dem Beirat ausgeschieden sind Doris Christmann, Ulla Driescher (durch Wechsel in den Vorstand), Dr. Busso Diekamp, Prof. Heinz Döhmen und Manfred Langen.

2011

Anlässlich der Mitgliederversammlung vom 9.5.2011 erklärt Thomas W. Kuhn seines Austritt aus dem Beirat, auf Grund seines Wegzugs aus dem Rheinland, was eine weitere Teilnahme an den Sitzungen verhindert. Wesentliche Ausstellungen des Jahres waren "Thomas Houseago - What went down" (20.3. - 19.6.11), "Heinz Mack - Kinetik" (3.4. - 25.9.11), mit dem der achtzigste Geburtstag des Künstlers in Mönchengladbach gewürdigt wurde, sowie die Projekte "Evelyne Axell - Pop Art" (3.7. - 3.10.11) und "Morgan Fisher - Monochrome for the Future" (23.10. - 5.2.12). Letztere Ausstellung von Morgan Fisher bezog sich auf eine zwischenzeitlich vergessene Wandarbeit von Blinky Palermo für die ehemaligen Geschäftsräume der Firma Van Laack in Mönchengladbach aus dem Jahr 1970.

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