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Frühere Ausgaben der Mitteilungen



Mitteilungen Juli - August 2016



Foto: Lucas Zimmermann

01 Jahreshauptversammlung 2016
02 Tagesfahrt nach Kleve
03 Der Museumsverein auf dem GRETA-Markt
04 Ausstellung: Von den Strömen der Stadt
05 Vortrag: mg+ wachsende Stadt
06 Museumspädagogik: Kurse in den Sommerferien
07 Programm
08 Impressum



Jahreshauptversammlung



Der 1. Vorsitzende, Dr. Carsten Christmann, begrüßte die anwesenden Mitglieder, darunter den Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Anschließend gab er einen kurzen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr und nannte die tagesaktuelle Mitgliederzahl, die mit 1555 einen erfreulichen Aufschwung erkennen lässt. Grund dafür ist die in erster Linie mit der Jahresgabe von Gerhard Richter in Verbindung stehende hohe Zahl der Neuanmeldungen. Zugleich verwies der Vorsitzende auf die Planungen des Vereins, dem Museum zukünftig aus dem sog. "Richter-Geld" regelmäßig, und über die alljährlich übliche Summe hinaus, Geld für Ankäufe junger Kunst zur Verfügung zu stellen.

Anschließend berichtete er über die geplante Beteiligung des Museumsvereins am diesjährigen "Greta-Markt" (3. Juli) sowie über die Überlegungen zu einem Crowdfunding-Projekt, das der Verein in Kooperation mit dem Mönchengladbacher Künstler Norbert Krause und der Volksbank Mönchengladbach für den Sommer 2016 anstrebt. Für Juli/August ist auch die (Wieder-)Eröffnung der "Traumstraße" von Alex Morisson aus dem Jahre 2013 terminiert. Die Instandsetzung des Projekts hat der Museumsverein im Rahmen des von der Stadt initiierten Programms "Wohnumfeldverbesserung bei bürgerlichem Engagement" mit Eigenmitteln und Fördergeldern der Stadt finanziert. Erfreuliches konnte Herr Dr. Christmann auch hinsichtlich des runden Sofas im Museumscafé vermelden – mit Unterstützung der Firma Günther Terstappen Raumausstattung finanziert der Museumsverein dessen Restaurierung. Flankierend dazu verwies Dr. Christmann auf das für den Herbst geplante Konzept eines "Frühschoppen" im Café, bei dem jeweils am zweiten Sonntag im Monat aktuelle Themen der Kunst diskutiert werden sollen.

Nachwuchsarbeit

Abschließend berichtete der Vorsitzende über das Projekt eines "Jugendclub" (Arbeitstitel) im Museumsverein, das derzeit von einer Arbeitsgruppe, die sich aus Vorstand und Beirat des Museumsvereins sowie der Museumspädagogik zusammensetzt, realisiert wird und der ab 2017 mit einem eigenen Programm in Erscheinung treten soll.

Förderkreis

Die Zahl der Mitglieder des Förderkreises ist im Jahr 2015 auf 63 gesunken. Mit den Spendengeldern des Förderkreises und mit Unterstützung des Museumsvereins wurde Anfang 2016 eine große Installation von Cathy Wilkes erworben.

Dank

Der Vorsitzende dankte den Mitgliedern des Förderkreises, des Vorstands und Beirats, allen ehrenamtlichen Helfern aus den Reihen des Vereins, die neben der Cafépräsenz auch das Etikettieren und Kuvertieren der Mitteilungen übernommen haben, sowie den Förderern der Mitteilungen. Ebenso dankte er Frau Gronen-Le Nan für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit in der Bibliothek des Museums Abteiberg (seit 1997) sowie Herrn Quacken als Vertreter der Abstoß & Wolters OHG, die erneut die Kassenprüfung des Vereins übernommen hat.

Den Rückblick auf das Programm des Museumsvereins übertrug der Vorsitzende Herrn Dr. Krausch, dem er in diesem Zusammenhang für seine erfolgreiche Arbeit als Geschäftsführer dankte.

Finanzen

Dr. Klaus Gronen erläuterte anschließend die von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Abstoss & Wolters erstellte Vermögensübersicht zum 31. Dezember 2015 sowie die Einnahmen-Überschuss-Rechnung für das Jahr 2015. Aus der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ergibt sich zum Stichtag 31.12.2015 mit 232.692,92 EUR eine deutliche Einnahmesteigerung des Vereins, die, neben Einsparungen bei der Herstellung der Mitteilungen sowie Erlösen durch die Tagesfahrten und Studienreisen in erster Linie der Jahresgabe von Gerhard Richter zu verdanken ist. Zugleich haben die Anhebung der Mitgliedsbeiträge sowie die große Zahl von 261 Neumitgliedern in 2015 zu der positiven Kassenlage beigetragen. Der Kassenbericht ist im Büro des MV zu erhalten.

Entlastung

Nach der Vorstellung des Prüfungsberichts für das Jahr 2015 durch Herrn Quacken sowie die Bestätigung der ordnungsgemäßen und beanstandungslosen Führung der Konten folgten die Entlastung des Vorstands sowie die Wahl des Kassenprüfers Herrn Quacken für das Jahr 2016.

Rückblick & Ausblick der Museumsarbeit

Anschließend erinnerte Frau Titz kurz an das Ausstellungsjahr 2015. Sie bedankte sich beim Museumsverein für die in Aussicht gestellte Förderung von neuen Ankäufen zur Erweiterung der Sammlung um junge aktuelle Kunst. Anschließend gab Frau Titz einen Einblick in das Programm 2016. In diesem Zusammenhang dankte sie dem Förderkreis und dem Museumsverein für den Ankauf des Werks von Cathy Wilkes.

Im Rahmen ihrer Vorschau berichtete Frau Titz über die für Mitte September geplante Eröffnung der Außenarbeit "Donkey's Way" von Rita McBride auf dem Platz vor dem Sonnenhaus, und stellte die öffentliche Busreise zum Besuch von McBrides Ausstellung "Gesellschaft" in der Kunsthalle Düsseldorf am 18. Juni vor. Die Museumsdirektorin erinnerte an den Besuch des Förderkreises, der sich bereits am 30. April mit McBride in der Ausstellung traf, verbunden mit einer exklusiven Vorbesichtigung der sieben bronzenen Esel in der Werkstatt Findeisen.

Frau Titz berichtete kurz über den zügig wachsenden Bau gegenüber dem Museum auf der Abteistraße, in dem zukünftig eine Gastronomie die Aufgaben des Museumscafés übernehmen soll. Sie erinnerte an das zweijährige, von der Gerda Henkel-Stiftung geförderte Forschungsprojekt zur Geschichte des Museums Abteiberg, das Eva Branscome zum Herbst 2016 beenden wird, und dankte abschließend der Stadtsparkasse Mönchengladbach für die erneute Finanzierung des "Ersten Sonntages" im Museum Abteiberg, dem Förderkreis und dem Museumsverein für die großen finanziellen Unterstützungen, allen ehrenamtlichen Helfern für ihre Arbeit insbesondere auch im Museumscafé, sowie Joelle Gronen-Le Nan für ihre wertvolle und unbezahlte Arbeit in der Museumsbibliothek.

Der Vorsitzende Dr. Christmann dankte Frau Titz für ihre kontinuierlichen Aktivitäten und beendete um 20.15 Uhr die Sitzung. (CK)


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Tagesfahrt nach Kleve
Samstag, 20. August

Museum Kurhaus Kleve "Joseph Beuys - Werklinien"
B.C. Koekkoek-Haus "Ilka Sulten"



Das Atelier von Joseph Beuys im Kurhaus in Kleve, 1959
Foto: Fritz Getlinger, Museum Kurhaus Kleve
Nachlass Fritz Getlinger, Kleve

Erneut zieht es den Museumsverein nach Kleve. Ziel ist die Ausstellung "Joseph Beuys: Werklinien", die sich anlässlich des 95. Geburts- und zugleich 30. Todesjahres des Künstlers zum ersten Mal mit Objekten aus der Sammlung und mit Leihgaben, darunter aus der Mönchengladbacher Sammlung Viehof, auf die wichtigsten Werkgruppen konzentriert, die in Kleve entstanden sind. Von 1957 bis 1964 besaß Joseph Beuys sein Atelier im damals leer stehenden Klever Kurhaus, in einer Zeit, die künstlerisch als Scharnier zwischen seinem frühen, stark von seinem Lehrer Ewald Mataré beeinflussten Werk und dem bahnbrechenden Schaffen der 1960er und 1970er Jahre gilt. Nach einem langwierigen Prozess ist das Atelier seit Ende 2012 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und wurde bereits 2012 vom Museumsverein besucht. Das Museum Kurhaus Kleve zeigt nun u.a. das "Büdericher Ehrenmal", dem ersten von Beuys für den öffentlichen Raum inszenierten Monument, die anfangs auch im Museum Abteiberg präsentierte "Straßenbahnhaltestelle" sowie "4 Bücher Aus: Projekt Westmensch", in denen das umfassende zeichnerische Werk Polaritäten wie Wärme und Kälte oder Form und Antiform erkundet.

Joseph Beuys (1921-1986) gehört zu den wichtigsten und folgenreichsten Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Durch Aufsehen erregende Installationen und Aktionen hat Beuys den Kunstbegriff nachhaltig geprägt und das utopische Potential jeder künstlerischen Tätigkeit untrennbar an den als Plastik begriffenen "Sozialen Organismus" gebunden. Durch das Zusammenwirken der Schwerpunkte Skulptur, Zeichnung und Installation wird in der Klever Ausstellung ein intensiver Einblick in das künstlerische Frühwerk von Joseph Beuys ermöglicht, das er am nun wieder zugänglichen Originalschauplatz des Klever Ateliers entwickelt hat.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause im zentral gelegenen Restaurant Café Solo, ist der Besuch des B.C. Koekkoek-Hauses geplant, das eine architektonische Kostbarkeit des 19. Jahrhunderts in Kleve darstellt. Das in den Jahren 1847-48 von Barend Cornelis Koekkoek unter Anleitung des Klever Architekten Anton Weinhagen in Anlehnung an römische Palastarchitektur errichtete Wohnhaus, blieb von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges nahezu verschont. So diente es nach 1945 erst mehrere Jahre als städtisches Rathaus und seit 1960 als Städtisches Museum. 1997 wurde das Haus in seinen ursprünglichen Zustand – in den eines Künstlerhauses – zurückgeführt, das sich maßgeblich mit dem Werk von B.C. Koekkoek, seiner Familie, seiner Lehrlinge und Zeitgenossen auseinandersetzt.

Auf der obersten Etage des Hauses finden in regelmäßigen Abständen Ausstellungen statt. So zeigt aktuell die in Goch lebende Künstlerin Ilka Sulten ihre neuen Arbeiten. Hinter dem bewusst befremdlichen Titel "EUA-UNikom02qu67b - Schicke Schuhe für die Balanciershow" verwandelt Ilka Sulten einige Räume des Koekkoek-Hauses und den Garten in ein vermeintliches Naturparadies. Dahinter verbergen sich Arbeiten, die unser heutiges Un-Verhältnis zur Natur beleuchten: Es sind Neuschöpfungen aus vorgefertigtem Kunststoff- und Textilmaterial, in ausdauernder Kunstfertigkeit gebaute Pflanzen und Plüschtier-Objekte mit seltsam verschlüsselten, anonymisierten Titeln wie "UNnaEkri7zp9 Ich bin ein Radio – Ich bin gechippt – und ich bin normal". Doch dieser Schein trügt und stößt bitter auf. Sulten zeigt ein absurdes Panoptikum der Plastik-Populärkultur und eine Umkehrung der Natur-Romantik eines B.C. Koekkoek. Neben Malereien in Altmeistertechnik zeigt die Künstlerin eine große Vitrine mit Werken aus der Welt der Absurditäten, monumentale interaktive Plastikkränze, Schüttelobjekte, Plüschtiere und bei einbrechender Dunkelheit eine Licht-installation im Koekkoek-Garten. Übrigens war Ilka Sulten bereits 2008 im BIS-Altes Museum Mönchengladbach mit der Ausstellung "Veritas ad speciem" vertreten.

Abfahrt:

9.00 Uhr: Sonderbushaltestelle, Hauptbahnhof Rheydt
9.15 Uhr: Kaiser-Friedrich-Halle, Mönchengladbach

11.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung "Joseph Beuys - Werklinien"

13.00 Uhr: Mittagspause im Café Solo, Kleve

ca. 15.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung von Ilka Sulten

Rückfahrt: 16.30 Uhr

Begleitung: Dr. Christian Krausch
Preis: 49,50 Euro
Mindestteilnehmer: 20

Anmeldung ab sofort im Sekretariat des Museumsvereins unter den bekannten Nummern (siehe Impressum) Bitte überweisen Sie den Kostenbeitrag sofort nach erfolgter Anmeldung auf eines der Konten des Museumsvereins. (CK)

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Mit GRETA im Paradies ...
Sonntag, 3. Juli, 11-20 Uhr



In den letzten Mitteilungen haben wir es schon angekündigt: Dieses Jahr sind wir aktiv mit einem Pavillon auf dem neuen Schillerplatz bei "GRETA - dem Markt der schönen Dinge".

Das MV-GRETA-Team um Vera Funk hat dafür Ideen ersonnen und gesponnen, gesammelt und bewertet. Richtig konstrukt- und kreativ. Und daraus ist ein sehr schöner "paradiesischer" Malwettbewerb für Kids entstanden. Bereits an dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank an alle Planer und Umsetzer. Jetzt sind wir in der Umsetzungs- und Vorfreude-Phase. Weitere Infos zu GRETA finden Sie unter: www.meine-greta.de

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Von den Strömen der Stadt
Neue Positionen zum Verhältnis von Kunst, Öffentlichkeit und Urbanität
3. Juli – 23. Oktober 2016
Ausstellung, Performances, Filme und Diskussionen
Eröffnung: Sonntag, 3. Juli, 12 Uhr



Henning Fehr und Philipp Rühr, Leisure Time Future: The Rattlesnake
Installationsansicht Galerie Max Mayer, Düsseldorf, 2016

Vor dem Hintergrund des Langzeitprojekts EIN AHNUNGSLOSER TRAUM VOM PARK, das sich nicht nur mit der Integration des Museums Abteiberg in sein städtisches Umfeld beschäftigt, sondern auch intensive Dialoge zwischen Künstlern, städtischen Planern, Bürgern und Akteuren in Gang gesetzt hat, findet in diesem Jahr eine Ausstellung statt, die bewusst zurück ins Museum geht, um über Kunst, Stadt und Öffentlichkeit zu sprechen. Gefragt wurden Künstlerinnen und Künstler der ganz jungen Generation nach ihrem Verhältnis zum öffentlichen Raum, dem Thema der Öffentlichkeit an sich und der gesellschaftlichen Gegenwart. In welcher Weise interessieren sie sich für jenen Raum, den ihre Vorgänger über Jahrzehnte hinweg als einen idealen Ort ihrer künstlerischen Auseinandersetzung betrachteten? Ist Kunst im öffentlichen Raum für sie noch relevant, oder verlagert sich das Thema der Öffentlichkeit in andere Räume und Bereiche der Gesellschaft und des Lebens? Welche künstlerischen Inhalte und Strategien sind für diese Generation relevant und welche Räume sind nach ihren aktuellen Kategorien, Einschätzungen und persönlichen Erfahrungen heute öffentlich?

Die aktuelle Ausstellung, erneut ein Gemeinschaftsprojekt von Museum Abteiberg und MAP Markus Ambach Projekte, beschäftigt sich aus neuer Perspektive mit der heutigen Allgegenwart von Kunst im öffentlichen Raum und ihrer erstaunlichen Geschichte. Als zentrales Thema, wenn es um neue Formate und die Ausweitung künstlerischer Äußerungen und Bezüge im gesellschaftlichen Kontext geht, ist sie auch ein Erfolgsmodell im Rahmen von öffentlicher Diskussion, Bürgerbeteiligung und Popularität von Gegenwartskunst. Städte und Kommunen, aber auch klassische Kulturinstitutionen interessieren sich für den Diskurs, den Künstler an der Schnittstelle zu Urbanismus, Stadtplanung und Architektur, aber auch zu sozialen und politischen Fragen der Gesellschaft führen. Städte wie Münster (Skulptur Projekte), Arnheim (Sonsbeek) oder Kassel (Documenta) zeigen dies in ihren regelmäßigen Großausstellungen, Städte wie Mönchengladbach in ihren ambitionierten Erweiterungen des musealen Raums ins städtische Umfeld, der Skulpturenmeile in der Stadt, den Ankäufen von Kunst für den öffentlichen Raum, den künstlerischen Performances und Aktionen seit den Zeiten von Joseph Beuys.

Vor diesem Hintergrund wird der Weg zurück und nach vorn ins Museum zum Dreh- und Angelpunkt des aktuellen Projekts. Denn den zahlreichen Projekten, die Dialoge zwischen Kunst und Stadt in den öffentlichen Raum tragen, stehen inzwischen immer weniger solche gegenüber, die das Verhältnis von Kunst, Öffentlichkeit und Stadt ins Museum und die diskursbildenden Institutionen hinein tragen. Arbeiten, die vom Verhältnis zwischen Kunst und Öffentlichkeit handeln, um auch Fragen nach der politischen wie gesellschaftlichen Relevanz von Kunst zu stellen, treten im institutionellen Rahmen, aber auch in den Märkten der Kunst mehr und mehr in den Hintergrund. Dabei stehen beide Orte und Systeme in einem reziproken Verhältnis zueinander: Während Kunst im öffentlichen Raum die Kommunikation zwischen Kunst und Gesellschaft stärkt, schafft der Diskurs im konzentrierten Raum der Institutionen Präzisierungen und eine Diskussion komplexer Zusammenhänge. Beides in ein produktives Verhältnis zu setzen, anstatt markt-und modeabhängig vom einen zum anderen zu changieren, war, ist und muss Ziel einer nachhaltigen Debatte über das Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit sein.

Gerade junge Künstler differenzieren heute präzise zwischen Projekten, die sich im öffentlichen Raum an die Stadtgesellschaft wenden, und solchen, die dem öffentlichen Raum immanente Themen in Institutionen behandeln - oft in ganz klassischen Kunstformaten. Sie bilden damit eine Brücke, die den immer größer werdenden Abstand zwischen Kunst im öffentlichen Raum und dem klassischen Kunstbetrieb schließt. Denn während die Arbeit im städtischen Raum einen Transfer Kunst > Stadt initiiert, leisten diese Künstler einen Transfer in umgekehrter Richtung. Die Bewegung Stadt > Kunst nicht einfach als Richtungswechsel zu begreifen, sondern als Fokussierung eines aktuell vernachlässigten Teils der Wechselwirkung zwischen Kunst und Stadt, ist ein wesentliches Ziel des Ausstellungsprojekts.

Darüber hinaus widmet sich VON DEN STRÖMEN DER STADT explizit den Positionen junger Künstlerinnen und Künstler, um die Frage zu stellen, wie eine Generation unter 35 an der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft beteiligt wird. Wie reagiert eine Gesellschaft auf den demografischen Wandel, in dessen Folge die regierenden Generationen immer älter werden? Müssen die Aktualisierungsintervalle dieser Gesellschaft erneuert und angepasst werden, um den jüngeren Generationen gerecht zu werden?

Gerade diese Fragen richten sich an ein kollektives Verständnis von Gesellschaft. Denn der Zustand ihres Öffentlichen und seiner Räume ist ein wesentlicher Ausdruck ihrer inneren politischen Verfasstheit und stellt damit elementare Fragen an ihre Zukunft.

Markus Ambach und Susanne Titz

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Vortrag: mg+ Wachsende Stadt
Dr.-Ing. Gregor Bonin
Dienstag, 30. August, 19.30 Uhr Vortragssaal



Mönchengladbachs Zukunft hat einen Namen: "mg+ Wachsende Stadt". Der seit November 2015 in Mönchengladbach für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt zuständige Technische Beigeordnete Dr.-Ing. Gregor Bonin hat die neue, auf Wachstum in Qualität setzende Stadtentwicklungsstrategie entwickelt und stellt sie auf Einladung des Museumsvereins Mönchengladbach interessierten Bürgern, Gewerbetreibenden sowie Kulturinteressierten der Stadt im Museum Abteiberg vor.

Hintergrund der Neuausrichtung der Stadtentwicklung ist, dass sich Mönchengladbach, ebenso wie andere deutsche Städte und Gemeinden, Herausforderungen, wie z.B. der Sicherstellung einer dauerhaften sozialen Stabilität, dem Wandel zur Wissensgesellschaft, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie einer langfristigen Demografiefestigkeit, gegenübergestellt sieht. Diesen Herausforderungen bzw. Tendenzen will Mönchengladbach proaktiv mit einer in erster Linie auf qualitatives Wachstum ausgerichteten Wachstumsstrategie begegnen. Qualitatives Wachstum soll quantitatives, anhand der Bevölkerungszahl und wirtschaftlicher Kennzahlen messbares Wachstum für die Gesamtstadt mit sich bringen.

"mg+ Wachsende Stadt" bildet den Handlungsrahmen für alle Akteure innerhalb des Konzerns Stadt Mönchengladbach für die nächsten Jahrzehnte. Mit einer dezernatsübergreifenden Organisationsstruktur, der Fortentwicklung der Ansiedlungs- und Standortpolitik sowie der Entwicklung eines konzernübergreifenden Kommunikations- und Marketingkonzepts soll die Strategie umgesetzt werden. Lebensqualität in der Stadt, für die angestammte Bevölkerung und für neue Bürger, Wirtschaftsstruktur und Umweltsituation, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Bautätigkeit und Imageverbesserungen, Anreize für Einwohnerzuwachs, Kaufkraft und Schlüsselzuweisungen werden zum Thema.

Vortrag mit Diskussion - Eintritt für Mitglieder des Museumsvereins frei, für andere Interessenten 5 Euro / reduziert 3 Euro.


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Praktische Kurse für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien 2016


Kurs 1: BILDER ERZÄHLEN MÄRCHEN

Vom 12. - 15. Juli, 11.00 – 13.00 Uhr
Für Kinder von 6 bis 8 Jahren

Ausgehend von den Bildern der Expressionisten wollen wir gemeinsam eine spannende Geschichte erfinden, die wir mit vielen bunten Bildern illustrieren werden. Am Ende des Kurses entsteht ein Märchenbuch mit eurer eigenen, gemalten Story.

Teilnehmerzahl: max. 15
Kosten: 25 Euro
Leitung: Theresa Weigel



Kurs 2: SKULPTUREN AUS DRAHT UND GIPS

Vom 12. – 15. Juli, 14.30 – 17 Uhr
Für Kinder von 9 bis 12 Jahren

Menschen, Tiere oder Fantasiegebilde wollen wir aus einfachen Materialien wie Gips und Draht herstellen. Dies ist leichter als man denkt: Draht biegen, Gipsbinden drüber,
20 Minuten trocknen lassen und bunt anmalen. Anschließend werden die Miniskulpturen noch mit Klarlack überzogen, damit sie
richtig edel aussehen.

Teilnehmerzahl: max. 15
Kosten: 30 Euro
Leitung: Ulrike Engelke



Kurs 3: EINFACH TIERISCH – EIN WORKSHOP ÜBER FRÖSCHE UND ESEL

Vom 19. – 22. Juli, 11 – 13 Uhr
Für Kinder von 8 bis 10 Jahren

Welches Tier wolltest Du schon immer mal sein? Tiere haben viele Künstler zu ihren Werken inspiriert. Wir schauen uns Heinrich Campendonks Ölbilder, Mike Kelleys Froschraum, Martin Kippenbergers merkwürdige Vitrine mit Hunde- und Nilpferdfiguren und Rita McBrides Entwürfe zu den sieben Eseln, die den neuen Sonnenhausplatz zieren werden ganz genau an und werden ein bisschen forschen, ob die Tiere richtig dargestellt sind, um uns ihre Verhaltensweisen anzueignen. Mit selbstgebauten Tiermasken wollen wir dann in die Rolle unserer "Lieblingstiere" schlüpfen. Der Museumsgarten wird zum Paradies der Tiere und wer denkt, er würde im Museum vor den wilden Tieren sicher sein, der kann an diesen Tagen sein tierisches Wunder erleben! Bei unserer Safari ist die Foto- und Videokamera natürlich immer dabei, so dass auch eine kleine Tierdokumentation entsteht, die jedes Kind natürlich mit nach Hause nehmen kann.

Teilnehmerzahl: max. 12
Kosten: 30 Euro
Leitung: Marco Biermann & Tomas Kleiner



Kurs 4: TOTAL ABSURD - GEWÖHNLICH WAR GESTERN

Vom 19. – 22. Juli, 14.30 – 17.30 Uhr
Für Kinder und Jugendliche von 11 – 15 Jahren

Muss eigentlich alles so sein wie immer? Oder kann ich das nicht einfach mal ein bisschen anders machen? In diesem Kurs entdecken wir lustige Möglichkeiten, dem Alltagstrott zu entfliehen und kreieren irritierende Situationen, die euch jede Menge Spaß bescheren werden und die die Passanten zum Grübeln und Staunen bringen. Das Ganze wird natürlich gefilmt und es entstehen kurze, lustige, verrückte Videos, die wir auf facebook hochladen und die Du dann mit deinen Freunden teilen kannst.

Ein kleiner Einblick in die spannende Welt der Performance und Aktionskunst ist natürlich inklusive.

Teilnehmerzahl: max. 12
Kosten: 35 Euro
Leitung: Marco Biermann & Tomas Kleiner



Kurs 5: DIE KUNTERBUNTE FARBENLEHRE

Vom 16. – 18. August 11 – 13 Uhr
Für Kinder von 6 – 8 Jahren

Wie mischt man grün? Kann man rot selber machen? Warum scheinen einige Farben zu leuchten, andere nicht? In diesem Kurs wollen wir viele Experimente rund um die Farbe machen, kräftig mischen und natürlich viele bunte Bilder malen. Bitte unbedingt alte Sachen anziehen, da die Farben, die wir benutzen, nicht mehr auswaschbar sind.

Teilnehmerzahl: max. 15
Kosten: 20 Euro
Leitung: Silke Schölnfeld



Kurs 6: ALLES WERBUNG ODER WAS?

Vom 16. – 18. August 14 – 17 Uhr
Für Kinder von 9 bis 12 Jahren

Im öffentlichen Raum begegnet man ständig Werbeplakaten, die meisten sehen wir schon gar nicht mehr, aber dennoch bleiben die Werbesprüche und Bilder in unseren Köpfen hängen. In diesem Kurs wollen wir Kunst aus Werbung machen. Aus den besten Sprüchen und Bildern gestalten wir tolle poppige Bilder mit lustigen Botschaften.
Wir untersuchen die Werbeplakate in der Nähe des Museums, nehmen sie mit oder fotografieren sie ab. Wir nutzen neben den Plakaten und Fotografien auch Acrylfarben und Ölkreiden, für unsere „Bilder“. Darum bitte alte Kleidung anziehen.
Teilnehmerzahl: max. 15 / Kosten: 30,- Euro
Leitung: Silke Schönfeld



Anmeldungen sind ab sofort über die Webseite des Museums im Menü "praktische Kurse" möglich. www.museum-abteiberg.de


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P R O G R A M M

I. EXKURSIONEN


20. August
Tagesfahrt nach Kleve

II. FÜHRUNGEN

17. Juli, 11.30 Uhr
Von den Strömen der Stadt
Treffpunkt: Foyer des Museums
Mit Daniel Thevessen

21. August, 11.30 Uhr
Der ahnungslose Traum vom Park - Kunst zwischen Skulpturengarten und Jonaspark
Treffpunkt: Foyer des Museums
Mit Ulrike Engelke

III. AUSSTELLUNGEN

3. Juli – 23. Oktober 2016
Von den Strömen der Stadt

IV. SONSTIGE VERANSTALTUNGEN

3. Juli
Ausstellungseröffnung
Von den Strömen der Stadt

3. Juli
Erster Sonntag
Freier Eintritt und Programm für Kinder und Erwachsene
Service im Museumscafé durch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins

3. Juli
Greta Markt
Beteiligung des Museumsvereins auf dem Schillerplatz


7. August
Erster Sonntag
Freier Eintritt und Programm für Kinder und Erwachsene
Service im Museumscafé durch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins

30. August
Vortrag: mg+ wachsende Stadt
Dr.-Ing Gregor Bonin


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Öffnungszeiten des Museums

Dienstag - Freitag 11 - 17 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage 11 - 18 Uhr
Skulpturengarten: Täglich 10 - 20 Uhr

Museumsverein

Die Mitgliedschaft ermöglicht freien Eintritt zu den Museen in Mönchengladbach und Krefeld (außer Burg Linn)

Informationen und Einladungen zu den Aktivitäten des Museums und des Museumsvereins; freien Eintritt zu Veranstaltungen; kostenlosen Bezug der Mitteilungen; Berechtigung zur Teilnahme an Exkursionen und zum Erwerb von Jahresgaben.

Beitrag (Kalenderjahr) 40 EUR
Zweitkarte 20 EUR, Ermäßigungen 10 EUR

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Impressum


Herausgeber:
Museumsverein Mönchengladbach e.V.

Anschrift

Museumsverein Mönchengladbach
Abteistraße 27
41061 Mönchengladbach

Telefon: +49 2161 252647
Telefax: +49 2161 252659
Hotline: 0177 7368528 (bei Tagesfahrten)
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9 - 13 Uhr

Geschäftsführer: Dr. Christian Krausch

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV: Dr. Christian Krausch (Anschrift wie oben)

E-Mail-Adresse: info@mv-mg.de

Amtsgericht Mönchengladbach, Vereinsregister: Nr. 825

Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 121 5786 0072

Bankverbindungen
Stadtsparkasse Mönchengladbach
BLZ 310 500 00 Konto 61 010

IBAN: DE44 3105 0000 0000 0610 10
SWIFT-BIC: MGLSDE33

Gladbacher Bank
BLZ 310 601 81 Konto 3597016

IBAN: DE89 310601810003597016
SWIFT-BIC: GENO DE D1 GBM


Vorstand des Museumsvereins Mönchengladbach:

Dr. Carsten Christmann (Vorsitzender)
Uwe Hillekamp
Dr. Klaus Gronen
Ulla Driescher
Susanne Titz

Ehrenvorstand des Museumsvereins Mönchengladbach:

Prof. Dr. Johannes Cladders †

Beirat des Museumsvereins Mönchengladbach:

Elke Backes
Lieselotte Böhme
Robert Bückmann
Ulrike Engelke
Helene Hormes
Dr. Karl Porzelt
Kuno Schwamborn
Eugen Viehof
Prof. Dr. Rainer Wallnig

Redaktion der Druckausgabe:

Dr. Christian Krausch

Beiträge:

Dr. Hannelore Kersting (HK)
Dr. Christian Krausch (CK)
Uwe Riedel (UR)
Susanne Titz (ST)

Konzept, Gestaltung und Redaktion der Online-Ausgabe:

T.W. Kuhn

Die Verantwortung für Vorträge und Veranstaltungen trägt das Museum.

In den freien Beiträgen kommen die persönlichen Ansichten der Verfasser zum Ausdruck.

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