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Mitteilungen September - Oktober 2014

01 Mitglieder-Hauptversammlung
02 Tagesfahrt Den Haag
03 Symposium Hans Hollein: Alles ist Architektur

04 Schau Nairy Baghramian, Lukas Duwenhögger, Danh Vo, Lutz Bacher
05 Kurse Für Erwachsene
06 Kurse Für Kinder & Jugendliche
07 Übrigens...
08 Konzert Ein Schritt voraus
09 Programm
10 Impressum

Odzuck
Christian Odzuck, GEOZENTRIK, 2014, Foto: Christian Odzuck © 2014 VG Bildkunst, Bonn




MITGLIEDER-HAUPTVERSAMMLUNG
des Museumsvereins Mönchengladbach e.V. am 6. Mai

Zu Beginn der Versammlung gedachte der Vorsitzende des Museumsvereins, Herr Prof. Dr. Wallnig, der Verstorbenen, insbesondere auch Hans Hollein, dem Architekten des Museums Abteiberg. Danach gab er einen kurzen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr und nannte die tagesaktuelle Mitgliederzahl, die mit 1385 einen leichten Abwärtstrend erkennen lässt. Die Zahl der Mitglieder des Förderkreises ist, bedingt durch einen Todesfall, im Jahr 2013 von 65 auf 64 gesunken.

Mit den Spenden des Förderkreises wurden Anfang 2014 die Arbeiten "Birthday" von Cezary Bodzianowski und zwei EÜemplare der Edition "Blue to Black" von Willem de Rooij erworben. Der Vorsitzende schilderte kurz die aktuelle Beteiligung des Museumsvereins am Projekt "Wohnumfeldverbesserung bei bürgerlichem Engagement" und animierte die Anwesenden, den Antrag auf Erwerbung der 5 Laternen "Traumstraße" von Alex Morrison zu unterstützen.

Den Rückblick auf das Programm des Museumsvereins übertrug der Vorsitzende Herrn Dr. Krausch, dem er in diesem Zusammenhang für seine erfolgreiche Arbeit als Geschäftsführer dankte. Dr. Krausch berichtete über die prinzipiell positive Resonanz auf das Angebot auch im Hinblick auf die inzwischen mehrfach praktizierte An- und Abreise mit der Bahn. Der Geschäftsführer erinnerte an die Ausstellung aktueller und noch erhältlicher Jahresgaben "Auf Zeit" vom 24.11. – 22.12. letzten Jahres im EA 71 und verwies auf das geplante Ausstellungsprojekt des Vereins "Hans Hollein - Unsichtbare Plastik für Joseph Beuys", das in der Zeit vom 9. - 24.8.2014 im EA71, dem Projektraum des Kulturbüros, stattfinden wird.

Der Vorsitzende übergab das Wort an Dr. Neuhausen, der die von Abstoss & Wolters erstellte Vermögensübersicht zum 31. Dezember 2013 sowie die Einnahmen-Üerschuss-Rechnung für das Jahr 2013 erläuterte. Aus der Einnahmen-Üerschuss-Rechnung ergibt sich zum Stichtag 31. Dezember 2013 eine erfreulich stabile Einnahmensituation des Vereins, die mit einem Einnahmen-Überschuss von knapp 27.850 EUR endet. Grund dafür sind die erfolgreichen Verkäufe insbesondere der Jahresgabe von R.H. Quaytman sowie eine Einnahmesteigerung durch Exkursionen und Studienreisen. Der Kassenbericht ist im Büro des MV zu erhalten.

Aufgrund der entschuldigten Abwesenheit von Herrn Quacken verlas der Vorsitzende das Schreiben von Abstoss & Wolters an den Museumsverein vom 15.04.2014 über das in Stichproben geprüfte Rechnungswesen für das Jahr 2013, aus dem hervorgeht, dass dieses ordnungsgemäß und ohne Beanstandungen geführt wurde.

Nach der Entlastung des Vorstands sowie der Wahl des Kassenprüfers für 2014 (Herr Quacken in dessen Abwesenheit) fand die Wahl eines Vorstandsmitgliedes statt. Nach Ablauf seiner fünfjährigen Amtszeit scheidet Dr. Neuhausen aus dem Vorstand aus. Der Vorsitzende dankte Dr. Neuhausen und schlägt aus den Reihen des Beirats Dr. Carsten Christmann als neues Vorstandsmitglied vor. Da es keine weiteren Vorschläge von den Mitgliedern gibt, wird Dr. Christmann, nach einer kurzen Vorstellung ohne Gegenstimmen, bei eigener Enthaltung, gewählt.

Trotz des erfreulichen Jahresabschlusses 2013 rät der Vorstand zu einer Anpassung der Mitgliedsbeiträge ab dem 1.1.2015. Grund dafür ist, neben den allgemein steigenden Kosten, das Bestreben des Vorstandes, dem Verein auch weiterhin seine satzungsgemäße Aufgabe der regelmäßigen finanziellen Unterstützung des Museums Abteiberg zu garantieren.

Aus dem Auditorium wird der Vorschlag gemacht, den Mitgliedsbeitrag für Paare nicht von 50 € auf 55 €, sondern auf 60 € anzuheben. Der Vorstand greift diese Idee gerne auf. In der folgenden Abstimmung wird die Erhöhung des Beitrages für das Erstmitglied von 36 € auf 40 € ohne Gegenstimmen beschlossen. Die Erhöhung des Beitrages für Paare von 50 € auf 60 € wird ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung ebenfalls beschlossen. Die Beiträge für Kinder, Jugendliche, Schüler, Auszubildende und Studenten bleiben unverändert bei 10 €. Verbunden mit der Beitragsanpassung für das Einzelmitglied sowie für Paare ist konsequenterweise eine Anpassung der Baukasten-Beiträge für Alleinerziehende mit Kindern von bisher 46 € (36 € + 10 €) auf 50 € und von Paaren mit Kind(ern) von bisher 60 € (50 € + 10 €) auf 70 € verbunden. Die letzte Anpassung der Beiträge fand im Jahr 2009 statt.

In ihrem Jahresrückblick erinnerte die Direktorin des Museums Abteiberg, Susanne Titz, an die Ausstellung "lonelyfingers Konversationsstücke" im Wechselausstellungsraum (17.3. - 2.6.13), der dafür in eine Lounge-ähnliche Gesamtinstallation umgewandelt worden war. Das Projekt ist jüngst vom Internationalen Kunstkritikerverband AICA als "Besondere Ausstellung 2013" ausgezeichnet worden. Die Direktorin des Museums Abteiberg verwies anschließend auf die vergangene Phase 2 des Projektes "Ein ahnungsloser Traum vom Park" (26.6. - 28.07.13), das eine Ausweitung bis in den Jonaspark beinhaltete. In diesem Zusammenhang motivierte Frau Titz die Anwesenden, den besagten Antrag des Museumsvereins für den Erhalt der "Traumstraße" zu unterstützen.

Im Anschluss erinnerte die Direktorin an die Ausstellungen "Textiles: Open letter" (23.6 -10.11.13) sowie "In order to Join - Politisch in einem historischen Moment: Rummana Hussain, Shelagh Keeley, Astrid Klein und andere mehr, die weibliche Generation der 1980er und 1990er Jahre" (8.12. - 16.3.2014), die von der Gastkuratorin Swapnaa Tamhane erarbeitet worden ist. Das Jahr 2014 hat begonnen mit der aktuellen Ausstellung "Hans Hollein: Alles ist Architektur." (12.4. - 28.9.14). Anschließend berichtete Frau Titz von dem 2-jährigen Forschungsstipendium der Gerda-Henkel-Stiftung zum Thema "Museum Abteiberg: Interface und Interaktion der Architektur Hans Holleins und der zeitgenössischen AusstellungspraÜis" (Stipendiatin: Eva Branscome) das am 1. September beginnt.

Nach kurzer Vorstellung des weiteren Ausstellungsprogramms im Jahr 2014 dankte Frau Titz der Stadtsparkasse Mönchengladbach für die erneute Finanzierung des "Ersten Sonntages" im Museum Abteiberg, dem Förderkreis für seine wesentliche finanzielle Unterstützung, allen ehrenamtlichen Helfern für ihre Arbeit insbesondere auch im Museumscafé, sowie Frau Joelle Gronen-Le Nan für ihre wertvolle und unbezahlte Arbeit in der Bibliothek des Museums. Der Vorsitzende dankte Frau Titz für ihre kontinuierlichen Aktivitäten sowie den Mitgliedern des Museumsvereins für die gute Zusammenarbeit. Danach beendete er um 21.30 Uhr die Sitzung und bat die Anwesenden zu einem Glas Wein und Brezeln in das Museumscafé. (CK)

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EXKURSION
Samstag, 11. Oktober
Den Haag - Das renovierte Mauritshuis

Vermeer
Johannes Vermeer
Das Mädchen mit dem Perlenohrring, um 1665
Öl auf Leinwand, 45 x 40 cm
Foto: Sammlung Mauritshuis, Den Haag


Nach zwei Jahren der Renovierung und Erweiterung ist seit Ende Juni das Mauritshuis in Den Haag wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Durch den umfangreichen Umbau hat sich die Ausstellungsfläche der königlichen Gemäldegalerie nahezu verdoppelt und bietet ausreichend Platz für die versammelten Meisterwerke des Goldenen Zeitalters der niederländischen Kunst. Über einen neuen Eingang vom Vorplatz aus führt der Weg in ein unterirdisches, modernes Foyer, das das Mauritshuis mit dem Gebäude auf der Vorderseite, am Plein 26, verbindet. In diesem neuen Abschnitt sind das Café, ein Museumsshop, ein Auditorium, die Bibliothek und ein Bildungsraum untergebracht. Im Rahmen einer Führung werden die Highlights der Sammlung sowie kurz die Geschichte des Mauritshuis und seiner Bewohner vorgestellt "Het Mauritshuis" befindet sich im politischen Herzen der Niederlande, im Zentrum Den Haags. Es verfügt über eine beeindruckende Sammlung von rund 800 Kunstwerken der alten Meister des 17. und 18. Jahrhunderts. Johannes Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" stellt das Prunkstück des Museums dar. Andere Arbeiten wie "Der Stier" von Paulus Potter, "Die Anatomie des Dr. Tulp" von Rembrandt, Carel Fabritius "Goldfink" oder Vermeers "Ansicht von Delft" sind nur wenige von zahlreichen weiteren Höhepunkten der Sammlung.

Der Besucherstrom zum Mauritshuis ist aktuell sehr groß. So war es nicht möglich, für die Mittagspause Tische im Restaurant des Museums zu reservieren. In der angrenzenden Altstadt finden sich aber zahlreiche Restaurants und Cafés. Übrigens hat der Museumsverein das letzte Mal im Juni 1995 Den Haag und das Mauritshuis besucht, damals verbunden mit einer Besichtigung des Panorama Mesdag. Das rund 1,5 km entfernte Gebäude mit der 1881 von Hendrik Willem Mesdag gemalten Aussicht auf Strand und Nordsee bei Scheveningen kann optional besichtigt werden. (nicht im Preis enthalten)

Abfahrt:

07.45 Uhr Rheydt, Sonderbushaltestelle
08.00 Uhr Kaiser-Friedrich-Halle
12.00 Uhr Führung Mauritshuis

Rückfahrt: 16.00 Uhr

Begleitung: Dr. Christian Krausch
Preis: 67 EUR

Anmeldung ab sofort im Sekretariat des Museumsvereins unter den bekannten Nummern (siehe Impressum). Bitte überweisen Sie den Kostenbeitrag nach erfolgter Anmeldung auf eines der Konten des Museumsvereins.


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HANS HOLLEIN: ALLES IST ARCHITEKTUR.
Symposium
Sonntag, 28. September
HANS HOLLEIN in retrospect
Die Aktualität einer neuen Forschung


Hollein

Foto: Atelier Hollein


Symposium zum Abschluss der Ausstellung HANS HOLLEIN: ALLES IST ARCHITEKTUR

Initiiert von Wilfried Kuehn und Susanne Titz in Zusammenarbeit mit Eva Branscome, Samuel Korn und Andreas Rumpfhuber zum Auftakt eines zweijährigen Forschungsstipendiums zur Geschichte des Museums Abteiberg, gefördert durch die Gerda Henkel-Stiftung

Kunst- und Architekturhistoriker mehrerer Generationen treffen zusammen und beschäftigen sich mit Hans Holleins Museums- und Ausstellungsarchitekturen. Es geht um eine Neubetrachtung von berühmten und einst wegweisenden Gedanken, um den Beginn einer neuen Forschungsarbeit, die sowohl das komplexe visionäre und antizipatorische Denken Hans Holleins als auch die Entwicklung von Kunst und Museen, Gesellschaft und Kulturindustrie seit den 1960er Jahren thematisieren will.

Künstler und Architekten verband in den 1960er und 70er Jahren Vieles, der Kontakt stimulierte die Arbeit und das Denken beider Disziplinen. Und so ereignete sich im Mönchengladbacher Museumsneubau eine unvergleichliche Verzahnung von Kunst und Architektur, zudem ergab seine gesamte räumliche Konzeption eine Herausforderung zu neuartiger kuratorischer Praxis.

Runde 1 wird unter der Moderation von Eva Branscome die Entstehung des Museums Abteiberg aus der künstlerischen Szene der 1960er bis 1980er Jahre diskutieren und damit versuchen, ein erweitertes Wissen um die Effekte dieser ungewöhnlich fruchtbaren interdisziplinären Beziehung zwischen Kunst und Architektur zu gewinnen. Hierbei wird auch der historische Raum eröffnet, in dem die austro-amerikanische Architekturhistorikerin Eva Branscome, die soeben an der Bartlett School of Architecture in London eine Dissertation über Hans Hollein beendet hat, ab September 2014 für zwei Jahre als Stipendiatin der Gerda Henkel-Stiftung am Museum Abteiberg forschen wird. Der Titel der ersten Runde übernimmt denjenigen der beginnenden Forschungsarbeit, "Interface und Interaktion - Beziehungen zwischen der Architektur des Museums Abteiberg und der zeitgenössischen Kunstpraxis", die nach der frühen fundamentalen Studie von Wolfgang Pehnt ("Hans Hollein. Museum in Mönchengladbach: Architektur als Collage", 1986) nun eine umfassende interdisziplinäre Untersuchung zur Ideen- und Entstehungsgeschichte dieses Museums beginnen will.

Runde 2 wird unter der Moderation von Samuel Korn weiterführende Betrachtungen zur Veränderung von Museum und Ausstellung in den 1960er bis 80er Jahren unternehmen. Samuel Korn, Absolvent der HFG Karlsruhe, beschäftigt sich zur Zeit in einer Forschungsarbeit mit dieser Schnittstelle von Architektur-, Kunst- und Kulturgeschichte. Ausgehend von Holleins Entwurf für das Museum Abteiberg will er gemeinsam mit den weiteren Teilnehmern sowohl museale Raumorganisationsstrukturen diskutieren, die Hinweis auf eine veränderte Ausstellungs- und Sammlungspraxis sind, als auch die Motivation der Institution untersuchen, die eine solche Raumform hervorgebracht hat.

Inwieweit gehen veränderte Ausstellungspraktiken nicht nur auf spezifische künstlerische, kuratorische und architektonische Positionen zurück, sondern verweisen auf eine veränderte Wahrnehmung der Aufgaben des Museums? Und: Inwieweit sind Museen aktive Produzenten dieser Verschiebungen? Ziel dieser Runde wird es sein, die veränderte Rolle der Museen, der Ausstellung und der Architektur als Medien der kapitalistischen Kulturindustrie zu untersuchen - Verschiebungen, die sich in zwei Schritten beschreiben lassen und die in etwa mit dem Planungsbeginn und der Eröffnung des Museums Abteiberg zusammenfallen. Sind es zunächst die Entwicklungen der künstlerischen Praxis von der Moderne bis zum Museumsboom der 1980er Jahre, die die Ausstellungspraktik erweitern und über primär ästhetische Kategorien hinaus entwickeln, so ereignet sich vom Entwurf des Museums Abteiberg hin zu den folgenden Museen - von der neuen Staatsgalerie Stuttgart bis zum Guggenheim Bilbao -  ein Bruch: Lässt sich der erste Schritt stark vereinfacht als ein Aufbrechen der Institution benennen, so der zweite als eine Vereinnahmung und Institutionalisierung der vormals anti-institutionellen Praktiken.


Aufgrund der vergleichsweise langen Planungs- und Bauphase von 1972 bis 1982 lässt sich dieser zweifache Wechsel im Selbstverständnis der Museen am Museum Abteiberg besonders treffend erkennen. Es lassen sich entwerferische und darstellerische Techniken entdecken, die das spätmoderne Architekturverständnis erweiterten und deren Medialisierung in Publikationen und Ausstellungen unser heutiges Verständnis häufig stärker prägten als die Gebäude selbst bzw. deren Nutzung. Daher steht hier auch die Entwicklung der Institution Museum im Mittelpunkt des Interesses: von einem Tresor der Kulturschätze zu einem Produzenten und Display neuer gesellschaftlicher Funktionen und Ordnungen. Im Sinne eines Auftakts für das zweijährige Forschungsprojekt am Museum Abteiberg werden in unterschiedlichen kunst-, architektur- und kulturhistorischen Beiträgen mögliche Themenfelder vorgestellt und anschließend in interdisziplinärer Auseinandersetzung diskutiert.

PROGRAMM
Sonntag, 28. September, 11 bis 18 Uhr

11.00 Uhr Kuratorenführung durch die Ausstellung "Hans Hollein: Alles ist Architektur." Wilfried Kuehn & Susanne Titz

12.00 Uhr Begrüßung im Vortragssaal

"Interface und Interaktion - Beziehungen zwischen der Architektur des Museums Abteiberg und der zeitgenössischen Kunstpraxis" - Kurzvorträge und Diskussion in deutscher Sprache -
Eva Branscome, London / Stipendiatin der Gerda Henkel-Stiftung am Museum Abteiberg mit Oliver Elser, Deutsches Architekturmuseum Frankfurt
Barbara Engelbach, Museum Ludwig Köln
Jan Verwoert, Kunstakademie Oslo

14.00 Uhr Pause im Museumscafé


14.45 Uhr "Museum Abteiberg, or: The Birth of the Museum as a Medium of Cultural Industry" (dt. "Kulturberg: Das Museum Abteiberg als Medium der Kulturindustrie")

- Kurzvorträge und Diskussion in englischer Sprache -
Samuel Korn, Frankfurt / Berlin Ausstellungsarchitekt und -forscher mit Antony Hudek, EÜhibition Research Centre, Liverpool / Raven Row, London / Léa-Catherine Szacka, Oslo Centre for Critical Architectural Studies (OCCAS)/ Andreas Rumpfhuber, EÜpanded Design/Akademie der Bildenden Künste, Wien

16.30 - 17.30 Uhr Diskussion in großer Runde - in gemischt deutscher & englischer Sprache Moderation Wilfried Kuehn und Susanne Titz

Realisiert mit großzügiger Förderung der Gerda Henkel-Stiftung und des österreichischen Bundeskanzleramts Wien. Die Ausstellung "Hans Hollein: Alles ist Architektur." wurde gefördert durch die Kunststiftung NRW, die Hans Fries-Stiftung, NEW AG, Stadtsparkasse Mönchengladbach und weitere unternehmerische und private Förderer. Die Ausstellung wurde entworfen in Zusammenarbeit mit dem MAK - ÷sterreichisches Museum für Angewandte Kunst / Gegenwartskunst Wien, dort "HOLLEIN" zu sehen bis 4. Oktober 2014.

Im September erscheint das Fotobuch "Hans Hollein fotografiert von Aglaia Konrad und Armin Linke", herausgegeben von beiden Museen, erhältlich an der Museumskasse. (ST)


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NAIRY BAGHRAMIAN mit LUKAS DUWENHÖGGER, DANH VO und LUTZ BACHER

26. Oktober  - 19. April 2015
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 26. Oktober, 12 Uhr

Bacher
Lutz Bacher, Horse/Shadow, 2010-2012
Sperrholz, Farbe, Zierband, Rosshaarschweif, rotierender Sockel mit Motor
198 Ü 91,5 x 76,2 cm, Unikat
Courtesy Galerie Daniel Buchholz, Berlin/Köln

Ausgehend von einem Konzept, das Nairy Baghramian 2008 unter dem Titel "Affairen. Ein semiotisches Haus, das nie gebaut wurde" im Neuen Aachener Kunstverein umsetzte, wo sie Janette Laverriere und Henrik Olesen in ihre Einzelausstellung einlud und gleichberechtigten Raum einräumte, findet im Museum Abteiberg nun eine Erweiterung dieses Gedankens in den Museumsraum statt. Zu sehen ist eine Serie miteinander verwobener Einzelpräsentationen, in denen die Parameter der Einzelausstellung in ein Verhältnis zur Gruppenausstellung treten.

Der Zusammenhang oder auch die Widersprüchlichkeit des Nebeneinanders unterschiedlicher künstlerischer Praktiken soll hier zur Debatte stehen. Dies auch als Reaktion und Kommentar auf einen großen und immer globaleren Kunstbetrieb, in dem Baghramian einen Zuwachs an Gruppenausstellungen auszumachen glaubt, wo Kunstwerke zusammengestellt werden, ohne dass eine sichtbare inhaltliche Beteiligung der Künstler erkennbar ist.

Das Konzept dieser Ausstellung soll den Versuch statuieren, genau diese Involviertheit an die Künstler zurück zu binden. Hierbei wird nicht die Peergroup zur Motivation der Einladung. Es werden vielmehr Positionen gegenübergestellt, die eine unterschiedliche Signifikanz im institutionellen Feld haben und somit auch Fragestellungen über die Notwendigkeit, Dauer und Quantitäten von öffentlicher Repräsentation aufwerfen.

Die Ausstellung wird in verschiedene Phasen unterteilt, beginnend mit einer Einzelpräsentation entliehener Arbeiten des Künstlers Lukas Duwenhögger als Vertreter einer kritischen Ausstellungspraxis, der sich seit vielen Jahren vom wachsenden Ausstellungsbetrieb und den wuchernden Ausstellungskonzepten auf Distanz hält und trotzdem bzw. auch deshalb für Baghramian konzeptuell ein ständiger Begleiter ist. Akkumulativ werden dann in einer Zeit von mehreren Monaten Baghramian selbst, Danh Vo und Lutz Bacher in das ursprüngliche Setting intervenieren.

Das Projekt wird großzügig gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West und die Hans Fries- Stiftung. (ST)


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PRAKTISCHE KURSE
für Erwachsene im Herbst 2014

Akt
Foto: Bernd Kitzel

Kurs A
WOCHENENDWORKSHOP
AKTZEICHNEN IM MUSEUM

Samstag und Sonntag 18. + 19. Oktober, 15 - 18 Uhr

Zum ersten Mal gibt es den bekannten Aktzeichenkurs im Museum Abteiberg als 2-tägigen Workshop. Am lebenden Modell werden Grundlagen und Methoden des Aktzeichnens vermittelt. Nach einer Übungsphase mit Bleistift und Kohle kann dann auch freier und malerischer das Modell umgesetzt werden.
Sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet.

Teilnehmerzahl: max. 15 / Kosten: 35 EUR

Leitung: Bernd Kitzel

Kurs B
MODERNE MALEREI
TECHNIKEN UND KOMPOSITION
Samstags 15 - 18 Uhr

Beginn: 25. Oktober ( 8 Ü )

Dieser Kurs vermittelt sowohl die Grundlagen mit dem Umgang von Öl- und Acrylfarben, als auch von Bildkomposition und Farbgestaltung. Hierbei kann sowohl gegenständlich als auch abstrakt oder experimentell gearbeitet werden. Parallel dazu werden Bildbeispiele aus der Sammlung des Museums herangezogen, um die unterschiedlichen Maltechniken einzelner Künstler zu besprechen und um die Malerei in ihrer vielfältigen Erscheinungsform kennenzulernen. Als Malgrund verwenden wir sowohl Pappkarton, als auch Keilrahmen mit Textilbespannung. Keilrahmen, Malgewebe und Grundierung sind in der Kursgebühr enthalten.

Mitbringen: Acrylfarbe (Tube), Pinsel (flachgefasst).

Teilnehmerzahl: max. 15 / Kosten: 65 EUR

Leitung: Ora Avital

Schüler, Azubis, Studenten und Arbeitslose zahlen für alle Kurse nur 35 EUR !

Anmeldungen sind ab sofort auf der Homepage des Museums unter Veranstaltungen / Praktische Kurse möglich.

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PRAKTISCHE KURSE
für Kinder und Jugendliche in den Herbstferien 2014

Kurs
Ferienkurs. Foto: Detlev Ilgner

Kurs 1
Für Kinder von 7 - 9 Jahren
7. - 10. Oktober, 11.00 - 13.00 Uhr
MUSEUMSDETEKTIVE UNTERWEGS


Wir werden auf eine spannende Entdeckungsreise durch das Museum und den Skulpturengarten aufbrechen und Kunstwerke suchen, die uns zum Staunen bringen. Hierbei müsst ihr einige knifflige Rätsel lösen. Anschließend bauen, kneten, hämmern, malen und formen wir unsere eigenen Kunstwerke aus den unterschiedlichsten Materialien.

Teilnehmerzahl: max. 15 / Kosten: 25,- EUR

Leitung: Gabriela Seith

Kurs 2
für Kinder von 9 - 12 Jahren
7 - 10. Oktober, 14.30 - 17.00 Uhr
KUNST SCHMECKT GUT!

Eine Bürste im Brot, Käfer in Schokolade, Gesichter aus Gemüse und ein Tisch mit Nudeln und Spinat. Auch aus Lebensmitteln lässt sich Kunst machen, die nicht nur interessant sein, sondern auch schmecken kann. Wir wollen verschiedene, essbare Materialien auf ihre Eigenschaften und Erscheinungen untersuchen und tolle Kunstwerke schaffen, die schön, ekelig, surreal und ungewöhnlich sein können oder einfach nur gut schmecken.

Teilnehmerzahl: max. 15 / Kosten: 25,- EUR

Leitung: Sophie Reinländer

Kurs 3
für Kinder von 9 - 13 Jahren
13. - 17. Oktober, 14.30 - 17.00 Uhr
ALLES AUS BETON - DIE BAU- UND GIESSWERKSTATT

In diesem Kurs geht es um Formen, Abformen, Gießen und natürlich um ein ganz besonderes Material. Beton kennen wir beim Hausbau, doch lassen sich daraus auch Kunstwerke herstellen, die natürlich mega-stabil sind. Da wir Beton schlecht mit Hammer und Meißel bearbeiten können, werden wir ihn in Formen gießen, doch die müssen erst einmal gebaut werden. Dazu brauchen wir ein kleines Kunstwerk, das wir in einem Holzkästchen mit Silikon abformen. Haben wir erst einmal die Form, können wir unser Kunstwerk so oft herstellen, wie wir wollen. Es muss aber nicht immer gleich aussehen. Es gibt auch roten, blauen, oder gelben Beton. Auch können wir es aus Wachs oder Schokolade herstellen. Die Formen können selbstverständlich mit nach Hause genommen werden und dort kann man munter weiter gießen….

Dieser Kurs wird gefördert durch die Firma LOTHAR BEECK Fertigteilbau GmbH

Teilnehmerzahl: max. 15 / Kosten: 30,- EUR

Leitung: Jürgen Kellers

Verbindliche Anmeldungen sind ab sofort über die Homepage des Museums möglich.

www.museum-abteiberg.de - unter Veranstaltungen/praktische Kurse


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ÜBRIGENS...

... sind noch bis 7. September die Ergebnisse des Workshops ELEFANT zu sehen, den der indo-kanadische Künstler Aman Sandhu mit Kinder von Asylbewerbern auf der "Bühne" des Abteigartens im Rahmen des "Kulturrucksacks NRW" durchgeführt hat.

Elefant
Foto: Museum Abteiberg

...präsentiert die Stadt Mönchengladbach im September den Entwurf für den neuen Stadtplatz vor dem Sonnenhausplatz in einer kleinen Ausstellung. Zu diesem Termin wird auch das Projekt für die Kunst im öffentlichen Raum vorgestellt. Weitere Informationen bitte in der Presse verfolgen.

...ist der Museumsverein seit kurzer Zeit auch bei Facebook https://www.facebook.com/Museumsverein.Moenchengladbach

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EIN SCHRITT VORAUS
Samstag, 20. September, 16 - 22 Uhr
3. Live-Konzertfestival des JUKOMM / STEP mit 5 Konzerten
auf der Bühne im Skulpturengarten

m Rahmen des Projekts "Ein ahnungsloser Traum vom Park" gibt es erneut eine weitere Musikveranstaltung auf der Bühne im Skulpturengarten.

Diesmal ist es wieder eine Zusammenarbeit mit der Jugendkooperation Mönchengladbach-Mitte. Vor zwei Jahren war die Idee eines Festivals mit und für Jugendliche entstanden mit der Zielsetzung, junge lokale Musiker zu fördern und jungen Menschen die Chance zu geben, sich einzubringen und ihnen einen Gestaltungsfreiraum zu geben. Es war nicht schwierig, Bands und Musiker dafür zu begeistern. Das Besondere an diesem Event ist die Mischung von unterschiedlichster Musik und Bühnenperformances. Einige Jugendliche und junge Erwachsenen erhielten die Gelegenheit, an dieser Organisation des Projekts mitzuwirken: Das Team nennt sich die "Tolerance Group" und engagiert sich ansonsten in der Jugendeinrichtung auf der Stepgesstraße. Die "Tolerance Group" hat die Konzerte mit vorbereitet und wird sie auch gemeinsam mit den Verantwortlichen von Museum Abteiberg und JUKOMM betreuen. Die Besucher können sich auf ein spannendes Programm von jungen Musikern aus Mönchengladbach freuen. (UR)

PROGRAMM

Full of Emptyness
Barn in Haze
The Bombing Jacks
INLE
Wastones

Der Eintritt ist frei.

In erster Linie ist die Veranstaltung für Jugendliche und junge Erwachsene ausgerichtet, doch natürlich sind Rock- und Metallfans aller Altersklassen herzlich eingeladen.

Einlass ab 15:30. Der Skulpturengarten ist während der Veranstaltung durch die Eingänge Spatzenberg und Abteistraße (zwischen Museum und Probstei) zu erreichen. Eigene Getränke dürfen nicht mitgebracht werden (Taschenkontrolle an den Eingängen).

Ein ahnungsloser Traum vom Park ist ein mehrphasiges Projekt 2012-2014, realisiert in Zusammenarbeit mit Markus Ambach (MAP Düsseldorf) und initiiert mit einer Anschubförderung durch die Kunststiftung NRW sowie Unterstützung durch die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die Hans Fries-Stiftung, mfi Management für Immobilien Essen, Firma Kalthöfer GmbH und weitere Privatförderer und Unternehmen.


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Programm


I. EÜKURSIONEN

11. Oktober
Tagesfahrt nach Den Haag
Das wiedereröffnete Mauritshuis

II. FÐHRUNGEN

21. September um 11:30 Uhr
Ein ahnungsloser Traum vom Park Phase 2.2
Susanne Titz

19. Oktober um 11:30 Uhr
Joseph Beuys und die Installation
Ulrike Engelke

III. AUSSTELLUNGEN

12. April - 28. September
Hans Hollein: Alles ist Architektur

25. Mai bis 7. September
GERHARD RICHTER: GRAU & 180 FARBEN für Johannes Cladders
Interim im Kleeblattraum der 8 Grauen Bilder

28. Juni bis 20. September
EIN AHNUNGSLOSER TRAUM VOM PARK 2.1

26. Oktober  - 19. April 2015
NAIRY BAGHRAMIAN mit LUKAS DUWENHÖGER, DANH VO und LUTZ BACHER

IV. SONSTIGE VERANSTALTUNGEN

7. September
Erster Sonntag
Freier Eintritt und Programm für Kinder
und Erwachsene
Service im Museumscafé durch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins

20. September
Ein Schritt voraus
3. Life-Konzertfestival des JUKOMM / STEP auf der Bühne im Skulpturengarten

28. September
HANS HOLLEIN in retrospect
Symposium - Die Aktualität einer neuen Forschung

5. Oktober
Erster Sonntag
Freier Eintritt und Programm für Kinder
und Erwachsene
Service im Museumscafé durch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins


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Impressum


Herausgeber:
Museumsverein Mönchengladbach e.V.

Anschrift

Museumsverein Mönchengladbach
Abteistraße 27
41061 Mönchengladbach

Telefon: +49 2161 252647
TelefaÜ: +49 2161 252659
Hotline: 0177 7368528 (bei Tagesfahrten)
÷ffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9 - 13 Uhr

Geschäftsführer: Dr. Christian Krausch

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß ß 55 Abs. 2 RStV: Dr. Christian Krausch (Anschrift wie oben)

E-Mail-Adresse: info@mv-mg.de

Amtsgericht Mönchengladbach, Vereinsregister: Nr. 825

Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 121 5786 0072

Bankverbindungen
Stadtsparkasse Mönchengladbach
BLZ 310 500 00 Konto 61 010

IBAN: DE44 3105 0000 0000 0610 10
SWIFT-BIC: MGLSDE33

Gladbacher Bank
BLZ 310 601 81 Konto 3597016

IBAN: DE89 310601810003597016
SWIFT-BIC: GENO DE D1 GBM


Vorstand des Museumsvereins Mönchengladbach:

Prof. Rainer Wallnig (Vorsitzender)
Dr. Karl Porzelt (Stellvertretender Vorsitzender)
Ulla Driescher

Dr. Carsten Christmann

Susanne Titz

Ehrenvorstand des Museumsvereins Mönchengladbach:

Prof. Dr. Johannes Cladders †

Beirat des Museumsvereins Mönchengladbach:

Lieselotte Böhme
Ulrike Engelke M.A.
Dr. Klaus Gronen
Uwe Hillekamp
Helene Hormes
Prof. Dr. Hans Dieter Jakubowski
Eugen Viehof

Redaktion der Druckausgabe:

Dr. Christian Krausch

Beiträge:

Dr. Hannelore Kersting (HK)
Dr. Christian Krausch (CK)
Uwe Riedel (UR)
Susanne Titz (ST)

Konzept, Gestaltung und Redaktion der Online-Ausgabe:

Thomas W. Kuhn

Die Verantwortung für Vorträge und Veranstaltungen trägt das Museum.

In den freien Beiträgen kommen die persönlichen Ansichten der Verfasser zum Ausdruck.

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