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Mitteilungen Juli - August 2006


Mitgliederversammlung 2006

Ankäufe des Förderkreises

Exkursion nach Essen

Atelierbesuch bei Klaus Schnocks-Meusen

Übrigens...

Vortrag: Doris Krystof über Martin Kippenberger

Führung

Vorschau





Mitgliederversammlung 2006

Zentrales Thema der vergangenen Mitgliederversammlung am 25. April war sicherlich, nach den üblichen Formalitäten (Mitgliederstatistik, Reiserückblick, Kassenbericht, Entlastung des alten Vorstandes etc.), der Bericht von Frau Titz über die Entwicklungen der bevorstehenden Sanierung des Museums Abteiberg sowie über die Ankäufe des Förderkreises aus Spenden vom Jahr 2004. Wie Frau Titz den anwesenden 38 von aktuell 1618 Mitgliedern berichten konnte, wird die Kunstsammlung des Museums während der Sanierung unter strengen konservatorischen Bedingungen innerhalb des Hauses eingelagert. Die Verwaltung einschließlich Museumsverein bezieht für die Dauer der Bauarbeiten die gegenüberliegende Schiedges-Villa. Die Überlegungen, das ehemalige Stadttheater an der Hindenburgstraße durch eine neue Fassadengestaltung zum Blickfang und einen "Ort der Sehnsucht" für das dann geschlossene Museum Abteiberg zu wandeln, sind noch nicht abgeschlossen (s.u. "übrigens").

Aus der Ausstellung "Menschensgladbach" hat der Förderkreis im Jahr 2005 folgende Kunstwerke erwerben können: die Rauminstallation von Florian Baudrexel, Alexander Jasch und Jens Ullrich für das Grafische Kabinett, "Sentences on Conceptual Art by Sol LeWitt According to the Game of Logic by Lewis Caroll as played by Brian O’Connell”, von Brian O’Connell aus dem Jahr 2005; den Wanddurchbruch "Slap (R. Morris)", 2004, von Simon Dybbroe Møller. Darüber hinaus hat der Museumsverein die Arbeiten "Black and White Classics, Metropolis, 3560-Y20R / 2502-G” sowie "Black and White Classics, Metropolis, 0505-R80B / 7005-Y50R" von Birgir Andrésson erworben. Eine drittes Bild aus dieser Serie wurde dem Museum von einem privaten Stifter geschenkt. Anschließend berichtete Frau Titz über die umfangreiche Ausstellung "Strange I’ve Seen That Face Before", die als Abschlussausstellung vor der Sanierung des Museums Abteiberg vom 7. Mai bis 17. September 2006 zu sehen ist. Geplant ist, dass der Förderkreis aus dieser Ausstellung verschiedene Ankäufe tätigen wird.

Im Übrigen wurde auf den Vorschlag des Vorstandes der § 4 (2) der Satzung zum Thema "Ende der Mitgliedschaft" folgendermaßen geändert: "Der Austritt ist jederzeit zum 31.12. eines Jahres möglich; er muss bis zum 30.11. eines Jahres durch eine schriftliche Erklärung an den Vorstand erfolgen." Der Vorschlag wurde ohne Gegenstimmen angenommen.

Christian Krausch

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Ankäufe des Förderkreises

Knapp 25.000 EUR hat der aktuell 62 Mitglieder umfassende Förderkreis im Museumsverein 2005 für Ankäufe gespendet. In der letzten Ankaufssitzung am 5. Mai 2006 wurde nun darüber entschieden, welche Arbeiten von diesem Geld für das Museum Abteiberg erworben werden. Auf Vorschlag durch die Museumsleitung standen dazu verschiedene Werke aus der aktuellen Ausstellung "Strange I’ve Seen That Face before" zur Auswahl. Nach einer kurzen Einführung durch Toby Webster, dem Kurator der Ausstellung, sowie einer Führung durch Frau Titz zeigten sich die Anwesenden vor allem von der Marmorarbeit "Work no.100" von Martin Creed beeindruckt, die die trapezförmige Gestalt der Bodenplatten im Übergangsraum zwischen Abteistraßenebene und Gartenebene aufgreift. Ebenso erregte die eindrucksvolle Wandmalerei von Richard Wright im Kuppelraum das Interesse der Förderkreismitglieder. Nach der anschließenden Diskussion wurde beschlossen, die Arbeit von Martin Creed anzukaufen.

Gerne würde sich der Förderkreis auch für den Erwerb der Wandarbeit von Richard Wright einsetzen, doch ist diese nicht ohne Weiteres zu finanzieren. Frau Titz befürwortete eine eventuelle Anschubfinanzierung durch den Förderkreis bei gleichzeitiger Restfinanzierung durch das Museum und/oder Sponsoren. Eine andere Idee ist die, dass der Förderkreis Geld mehrerer Jahre anspart, um das Werk von Wright anlässlich der Wiedereröffnung des Hauses nach der Sanierung in 2007 komplett zu erwerben. Weitere Spenden auch außerhalb des Förderkreises sind zu diesem Anlass sehr willkommen.

Christian Krausch

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Exkursion nach Essen
Samstag, 29. Juli 2006
Essen: Museum Folkwang: Caspar David Friedrich - Die Erfindung der Romantik
Zeche Zollverein: Ulrich Rückriem

Wieder einmal lockt die Stadt Essen mit einer weit beachteten Ausstellung. Das Museum Folkwang zeigt unter dem Thema "Die Erfindung der Romantik" ca. 70 Ölgemälde sowie über 100 Zeichnungen und Aquarelle von Caspar David Friedrich, die aus mehr als 50 Museen und Privatsammlungen zusammengetragen wurden. Noch zu Lebzeiten in Vergessenheit geraten, wurde Friedrich zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder entdeckt und gilt heute als wichtigster Maler der deutschen Romantik. Gegenüber den zuweilen einseitig symbolischen Interpretationsansätzen versucht die Essener Ausstellung vor allem die künstlerische Bedeutung des Werkes hervorzuheben, das heißt, die Frage nach der "Erfindung der Romantik". Hiermit ist zunächst der Aspekt der Bilderfindung in Friedrichs künstlerischem Schaffen gemeint - im Sinne der Fiktivität seiner Naturansichten, die Detailrealismus und abstrakte Konstruktion in sich vereinen. Darüber hinaus verweist der Titel auf den epochalen Umbruch, den die Romantik in der Kunst ebenso wie im Denken und Fühlen des bürgerlichen Zeitalters vollzogen hat. Entgegen der im 20. Jahrhundert gängigen Assoziation des Romantischen mit dem Gefühlvollen und Ungenauen will die Ausstellung den Blick für die Präzision und Konstruktivität in Friedrichs Werken sowie für die bewusste Kalkulation ihrer Wirkung schärfen. Flankierend soll eine kleine Gruppe von Arbeiten zeitgenössischer Künstler Friedrichs Aktualität in einer Art Epilog beleuchten.

Nach einer Mittagspause im Restaurant "Acquario" ist die Weiterfahrt zur nahe gelegenen Zeche Zollverein geplant, wo wir dem Werk von Ulrich Rückriem (geb. 1938 in Düsseldorf) nachspüren werden. Auf dem Gelände der 1932 fertiggestellten und 1986 stillgelegten einstmals "schönsten Zeche der Welt" mit ihrer 1961 in Betrieb genommenen Kokerei Zollverein befinden sich seit 1992 auf ausgedehnten Lichtungen sowie im Unterholz verborgen 24 gewaltige Granitblöcke, die der Künstler anlässlich der documenta 9 hier arrangierte. In der Hoffnung auf trockenes Wetter und im Anschluss an die stark frequentierte Ausstellung von Caspar David Friedrich verspricht der Besuch dieses Ortes meditativer Stille einen schönen Abschluss der Tagesfahrt.

Christian Krausch

Abfahrt: 9.45 Uhr Rheydt, Sonderbushaltestelle Hauptbahnhof
10.00 Uhr Kaiser-Friedrich-Halle
12.00/12.15 Uhr Führung durch die Ausstellung Caspar David Friedrich

Mittagspause 13.30 Uhr im italienischen Restaurant "Acquario" anschließend Besichtigung des Skulpturenparks von Ulrich Rückriem
Rückfahrt: ca. 16.30 Uhr
Begleitung: Dr. Christian Krausch
Preis: 47,00 Euro

Anmeldung: ab sofort im Sekretariat des Museumsvereins, Tel.: 02161 - 252647 Montag bis Donnerstag von 9 - 13 Uhr,
per Fax: 02161 - 252659,
E-Mail c.krausch@museumsverein-moenchengladbach.de oder schriftlich.

Hotline für den Tag der Reise:
0177 - 7368528 (Christian Krausch)
Bitte überweisen Sie den Kostenbeitrag sofort nach erfolgter Anmeldung auf ein Konto des Museumsvereins.

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Atelierbesuch bei Klaus Schnocks-Meusen
Donnerstag, 24. August 2006, 18.30 Uhr

Jenseits aller Atelierrundgänge und Tag der offenen Tür-Veranstaltungen ist das Werk mancher Künstler in der näheren Umgebung von Mönchengladbach kaum bekannt. In unregelmäßiger Folge bietet der Museumsverein seinen Mitgliedern nun die Gelegenheit, diese Arbeiten im Gespräch mit den Künstlern für sich zu entdecken. Sofern möglich und gewünscht, ist ein gemeinsamer Ausklang des jeweiligen Treffens bei einem Glas Bier/Wein/ Wasser/Essen vorgesehen. Die Anreise erfolgt individuell, Fahrgemeinschaften sind erwünscht. Kosten (für den Atelierbesuch) entstehen keine.
Der in Neersen lebende Künstler Klaus Schnocks-Meusen (1954) verdichtet in seinen Werken verschiedene, sowohl zeitlich als auch räumlich weit auseinander liegende Realitätsebenen zu einem komplexen Geflecht. Auf diese Weise werden Visionen erzeugt, die nicht nach einheitlichen räumlich-zeitlichen Gesichtspunkten gegliedert sind, sondern unterschiedliche Perspektiven in sich verschmelzen. In Anlehnung an die Hermeneutik Gadamers bezeichnet Schnocks-Meusen diese Prozesse als "Horizontverschmelzungen".

Christian Krausch

Treffpunkt 18.30 Uhr
Alte Manufaktur Viersen, Atelier Klaus Schnocks-Meusen, Sittarder Straße 63, 41748 Viersen. Bitte informieren Sie uns kurz, ob Sie diesen Termin wahrnehmen können. Vielen Dank.

Hotline für den Tag des Atelierbesuchs 0177 - 7368528 (Christian Krausch)

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Übrigens...

...suchen wir vor der Sanierung des Hauses für die drei noch verbleibenden "Ersten Sonntage" am 2. Juli, 6. August und 3. September 2006 dringend ehrenamtliche Helfer, die bereit sind, den Museumsverein an diesen eintrittsfreien Sonntagen im Museum Abteiberg stundenweise zu repräsentieren. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Geschäftsstelle.


...hat der Kulturausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am 30. Mai 2006 nunmehr den Plänen des Museums für die Zeit des Interims zugestimmt und hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das Projekt "Museum X" am ehemaligen Stadttheater zu realisieren.

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Vortrag
Dienstag, 29. August 2006, 20 Uhr
Das größte Theater der Welt. Martin Kippenbergers Installation "The Happy End of Kafka’s 'Amerika'"
Dr. Doris Krystof

"The Happy End of Kafka?s ?Amerika?" ist die größte, vielleicht berühmteste aber selten gezeigte Installation von Martin Kippenberger (1953 - 1997), die nunmehr im Zentrum der großen Retrospektive seines Werks im K21 in Düsseldorf steht. Dr. Doris Krystof, die Kuratorin der Ausstellung, ist im Museum Abteiberg zu Gast und stellt hier, am Ort der letzten Ausstellung Kippenbergers vor dessen frühem Tod, Material und Komplexität des gigantischen Kafka-Szenarios dar. Ihr Vortrag soll gleichermaßen eine Anregung sein, die aktuelle, längst überfällige Würdigung Kippenbergers zu betrachten, dessen Ruf es zunächst war, Dandy und enfant terrible in der Kunstszene des ausgehenden 20. Jahrhunderts zu sein: Gegen die Heilsversprechungen von Kunst und Kultur der deutschen Nachkriegszeit, die in den 80er Jahren wieder aufblühten, richtete Kippenberger, so Doris Krystof, ein betont antimetaphysisches Werk. Es agierte in Anlehnung an Punk und New Wave, an Neo-Expressionismus und Appropriation Art, schlagfertig, direkt, sowie mit hohem ethischen und künstlerischen Anspruch im distinguierten Feld des Kunstbetriebs (Ausstellung im K21 zu sehen bis 10. September).

Susanne Titz

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Exklusive Führung für die Mitglieder des Museumsvereins
Dienstag, 11. Juli 2006, 19 Uhr
Strange I’ve Seen That Face Before

Ausschließlich Mitglieder des Museumsvereins sind zu einer Sonderführung eingeladen, die Susanne Titz am 11. Juli in der aktuellen Ausstellung "Strange I’ve Seen That Face Before" anbietet. Bei diesem Rundgang werden die kuratorischen Hintergründe des Projekts zum Thema, die Rolle der Museumsarchitektur sowie die Idee der räumlichen Nachbarschaften zwischen Kunst und Design, Sammlungsbeständen und zeitgenössischer Kunst.

Susanne Titz

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Vorschau September:
Der Kasperkoffer - Similia Similibus
Sonntag 3. September 2006, 15 Uhr im Vortragssaal

Similia Similibus ist ein Kaspermärchen in 5 Akten von Christoph Stüttgen mit Musik des dänischen Fluxuskünstlers und Komponisten Henning Christiansen und für Kinder von 4 bis 7 Jahren geschrieben. Der Frühling ist gefangen, und damit der Winter enden kann, müssen sich die Kinder mit dem Kasper auf den Weg machen ihn zu befreien. Der Kasperkoffer wurde 1993 gegründet und belebt das alte Handpuppentheater in neuer Form. Das Spiel beginnt um einen Koffer herum, bis aus seinem Innern die Märchenwelt des Puppenspiels lebendig wird. Christoph Stüttgen spielt seit über 25 Jahren Kaspertheater und trat unter anderem bei der documenta 7, im Portikus, im Frankfurter Kunstverein und im Malkasten Düsseldorf auf. Im Museum Abteiberg gastiert er bereits zum 6. Mal. Alle Stücke stammen aus seiner Feder. Puppen, Bühnenbilder und Requisiten sind selbst entworfen. Die Tiere und Kostüme in seinen Märchen stammen von Maria Stüttgen.

Dauer: ca. 45 Min.
Der Eintritt ist frei.

Uwe Riedel

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