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Rita McBride & Willem Oorebeek

Invite Blackout, 2007
Einladungskarte
Civic Sculpture in memoriam

Auflage: 26 Exemplare, von a - z
signiert und nummeriert
Mit Marmorsockel, Plexiglashaube und Handschuhen
Preis: 900 Euro inkl MwSt.

"Civic Sculpture in memoriam", zu deutsch "Gedenken an die öffentliche Skulptur" war der Titel eines komplexen Vorhabens, das die amerikanische Bildhauerin Rita McBride speziell für das "Museum X" und dessen Vorplatz im Frühjahr 2007 initiierte: Es fand eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt, die mit speziell entworfenem Einladungslayout und einer traditionell anmutenden Zeremonie (Ansprachen, Kranzniederlegung, Kaffee und Streuselkuchen in niederrheinischer Tradition) einen Nachhall von verbindlichen Formen des Gedenkens erzeugte. In Zusammenarbeit mit dem belgischen Künstler Willem Oorebeek, dessen charakteristische Arbeitsweise das schwarze Überdrucken von Druckwerken ist, hat Rita McBride die vergangene Aktion in eine erinnerte Form gebracht. Willem Oorebeek hat die Einladungskarte auf beiden Seiten 'blackouted', d.h. sowohl den Text mit Trauerrand als auch das 'Meer' der Trauerblumen (ein von Natalie Czech zur Verfügung gestelltes Motiv) durch schwarze Druckfarbe übertönt, unter der die ursprünglichen Informationen fast reliefartig schwarz in schwarz erscheinen. Des weiteren hat er gemeinsam mit Rita McBride eine skulpturale Form erzeugt, die nunmehr als ein Modell für "Civic Sculpture" erscheint: Auf der Basis eines marmornen Sockels und geschützt durch eine gläserne Haube erscheint die Faltform der Einladung als eine skulpturale Form, ein "ZigZag" im Sinne von Barnett Newman - mit einer ironischen Überhöhung, die auf der Ebene des papiernen Modells eine mögliche Existenz von "Civic Sculpture" nach dessen Gedenken andeutet.

Rita McBride, geboren 1960 in Des Moines, Iowa, USA studierte am Bard College New York, anschließend am California Institute of the Arts Valencia, 1999 war sie Stipendiatin des DAAD in Berlin, hatte anschließend Gastprofessuren in Paris, Amsterdam und München. Seit 2003 ist sie Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf. Das konzeptuell-bildhauerische Werk von Rita McBride ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Architektur und öffentlichem Raum. Ihr wohl bekanntestes Objekt in Deutschland ist die 52 Meter hohe Außenskulptur ‚Mae West’ für den Effner-Platz in München, deren Realisierung nach wie vor aussteht. Rita McBride lädt vielfach Künstlerinnen und Künstler zu gemeinsamen Projekten ein, vgl. u.a. Rita McBride & To Be Announced, Kunstverein München 1999 (Katalog), und die jüngste Beteiligung in der Ausstellung "The World on Stage", Tate Modern London 2007 (Katalog).

Willem Oorebeek, geboren 1953 im Rotterdamer Ortsteil Pernis, studierte Malerei, Druckgrafik und Zeichnen an der Akademie voor Beeldende Kunsten in Rotterdam. Er lebt seit 1994 in Brüssel.
1997 gestaltete er gemeinsam mit Aeronaut Mik den niederländischen Pavillon der 47. Biennale von Venedig. Seit vielen Jahren realisiert er gemeinsame Projekte mit Joëlle Tuerlinckx, u.a. 2004 für den Badischen Kunstverein Karlsruhe (Katalog), 2007 entstand eine gemeinsame Edition mit Olivier Foulon für den Kölnischen Kunstverein. 2006 hatte er eine große Einzelausstellung "Bigger, Higher, Leader" im S.M.A.K. Stedelijk Museum voor Aktuele Kunst Gent (Katalog).